Holtwicker Ehepaar Madeleine und Jan Wilde fährt Rallye für afrikanische Hilfsprojekte

+
Das Ehepaar Madeleine und Jan Wilde (links) freut sich schon auf das große Abenteuer. Gemeinsam mit Madeleines Schwester Carolin sammelten sie auf dem fünften „Holtwicker Herbst“ Spendengelder für die „Rallye Dresden – Dakar – Banjul“, die im November startet.

Holtwick. Aufgeregt sind die beiden jungen Holtwicker schon jetzt – auch wenn es für sie erst am Freitag, 9. November, in Dresden losgeht. Dann nämlich startet die Rallye „Dresden – Dakar – Banjul“ in Dresden – ein großes Abenteuer für das junge Ehepaar. Mit 32 weiteren Teams treffen Madeleine und Jan Wilde sich dann an der Semperoper in Dresden. Von Sachsen aus werden sie in den dann folgenden drei Wochen rund 7 500 Kilometer Strecke mit dem Auto zurücklegen und dabei gleich zwei Kontinente durchqueren.

Sieben Länder werden sie dabei durchfahren. Von Ost-Deutschland aus geht es für die beiden inmitten der großen Truppe über Frankreich, Spanien, Marokko, Mauretanien und Senegal nach Gambia in Afrika. Allein vier Tage dieser Zeit werden sie für die Durchquerung der Wüste Sahara benötigen. Eine ebenso aufregende wie spannende Zeit liegt vor ihnen. Am Ende der Rallye, am Montag, 3. Dezember, findet die Versteigerung der Autos im Stadion in Banjul, in der westafrikanischen Hauptstadt des Landes Gambia, statt. Die mitgeführten Autos befinden sich für die afrikanischen Verhältnisse noch in einem sehr guten Zustand. Sie erzielen vor Ort oft sehr gute Preise. Als Wiederholungstäter kennen sich Madeleine und Jan Wilde gut aus. Vor zwei Jahren nämlich, im November 2016, nahmen die beiden zum ersten Mal an dieser Rallye teil und starteten seinerzeit mit einer Mercedes E-Klasse in Richtung Afrika. „Das Auto hatte in Deutschland einen Wert in Höhe von etwa 1 900 Euro, erbrachte in Afrika aber noch einen Betrag von 3 100 Euro“, erzählt Jan Wilde.

Die erzielten Erlöse aus dem Verkauf der 32 Autos sollen anschließend zu 100 Prozent Hilfsprojekten in Afrika zugeführt werden. Unterstützt werden sollen damit Schulen, ein Krankenhaus, eine Lehrwerkstatt und eine Armenspeisung vor Ort. Am Ziel in Banjul angekommen, werden alle Mitfahrer und Spendensammler auch die entsprechenden Einrichtungen besuchen und die Projekte selbst in Augenschein nehmen.

Auf dem fünften „Holtwicker Herbst“ haben Madeleine und Jan das Auto, einen silberfarbenen Toyota Corolla, Baujahr 2002 mit 204 000 gefahrenen Kilometern vorgestellt und kräftig die Spendentrommel für ihr bevorstehendes Abenteuer gerührt. Die Besucher konnten sich hier über das Vorhaben informieren, die geplante Wegstrecke nach Afrika auf anschauliche Art nachvollziehen und sich über alle wichtigen Details informieren.

Viele Gäste vom „Holtwicker Herbst“ waren begeistert. Alle Spender haben direkt auf dem Auto unterschrieben. Jan Wilde: „Die gesammelten Spenden von der Unterschriften-Aktion an diesem Tag sind gedacht für den Kraftstoff, den wir unterwegs benötigen.“ Und der 28-Jährige erklärt weiter: „Wir haben das Auto auch ausgestellt, um den Besuchern die Tour nach Afrika aufzuzeigen und um ihnen unsere Sponsoren vorzustellen.“

Die Besucher wünschen dem Paar, das außerdem von den Holtwicker Firmen Uesbike, Getränke Hüwe, Kfz-Meisterbetrieb Faulhaber und Vogt Fensterbau unterstützt wird, schon jetzt alles Gute und viel Glück auf ihrem langen Weg und drücken die Daumen.

Wer die beiden und ihr geplantes Projekt mit einer Geldspende unterstützen möchte, der kann sich bei Jan Wilde unter Telefon (0151) 61615444 oder per E-Mail an jawild@web.de melden. Auf teamunimogsport.chayns.net kann die Tour nach Afrika auch jederzeit im Internet verfolgt werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare