Blütenpracht für Mensch und Tier am Wegesrand: Landwirte schaffen Lebensraum für Tiere

Die Mitglieder des Landwirtschaftlichen Ortsverbandes Osterwick freuen sich auf die bunten Felder am Wegesrand.

Kreis Coesfeld. Noch sind es nicht die Insekten die brummen, sondern die Traktoren der Oldtimerfreunde Osterwick. Diese haben sich mit ihren alten Schätzchen auf den Weg gemacht, um für die Mitglieder des Landwirtschaftlichen Ortsverbandes Osterwick die Blütenpracht am Wegesrand einzusäen, so dass es in ein paar Wochen auch an deren Feldern ordentlich summt und brummt.

Mit dieser Aktion setzen sie zugleich den Startschuss für das kreisweite Projekt „Blütenpracht am Wegesrand“. „In den vergangenen drei Jahren haben sich immer mehr Landwirte angeschlossen, so dass wir nun hoffen, die 200 km Grenze zu knacken. Das wäre in etwa die Fahrtstrecke von Coesfeld nach Bremen“, freut sich Michael Uckelmann, Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Coesfeld. „Die Mitglieder unseres Arbeitskreises berichten immer wieder von positiver Resonanz für unser Engagement für die Artenvielfalt. Es gibt immer wieder Nachfragen zum Projekt oder auch zu der Blühmischung, über die sich nicht nur die Insekten, sondern auch Radfahrer und Fußgänger freuen“, ergänzt Tobias Fleige, Mitglied im Ausschuss für Öffentlichkeitsarbeit des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Coesfeld.

Die Blütenpracht am Wegesrand ist ebenso ein wertvoller Beitrag zur Biodiversität. So bietet sie für Feldhase, Fasan, Kiebitz und Rebhuhn einen wichtigen Zufluchts- und Aufzuchtsort und ist gleichzeitig eine wesentliche Nahrungsquelle und Lebensraum für Honigbienen, Hummeln, Wildbienen, Schmetterlinge und andere Insekten. Gerade diese Bestäuberinsekten sind wiederum für blühende Felder und Blumenwiesen, sowie für gute Erträge in Obstbau und Landwirtschaft mitverantwortlich.

Seit dem vergangenen Jahr wird die Aktion durch das landesweite Projekt „Blühendes Band durch Bauernhand“ der Stiftung Westfälische Kulturlandschaft und des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes e.V. ergänzt. Dabei verzichten die Landwirte auf einen Teil ihrer eingenommenen Ernte und auf eine zusätzliche Förderung.

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