Nottulner Tradition zu Ostern

Räppler vor den Türen Nottulns: Messdiener werden lautstark durch den Ort ziehen

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Die Messdienerschaft Nottuln blickt schon voller Vorfreude auf die diesjährige Räppel-Aktion an den kommenden drei Tagen.

Nottuln. Vor den Ostertagen ertönen Klappergeräusche und vor der Tür stehen junge Messdiener, die freundlich die Geschichte Nottulns verbreiten: Das klingt ganz nach der Räppelaktion der Messdienerschaft Nottuln, die jedes Jahr an den drei Tagen vor Ostern durch die Straßen ziehen.

Grundsätzlich geht es bei der Räppelaktion um die Aufrechterhaltung der Nottulner Tradition, die Bewohner Nottulns mit „Räppeln“ auf die Messen an den Ostertagen aufmerksam zu machen, da die Glocken der Kirche an Ostern nicht läuten. Die aus Holz gefertigten Räppeln sind nach alter Tradition gebaute Instrumente, die sehr laut werden können. Neben dieser Botschaft nehmen die jungen Leute Geldspenden entgegen, die der Messdienerarbeit zu Gute kommen. Unter anderem der fünftägigen Messdienerfahrt, die in der folgenden Woche stattfindet und von der Messdienerschaft eigenständig organisiert und umgesetzt wird.

Alle Messdiener freuen sich sehr auf diese drei Tage. Sie starten morgen, Freitag und Samstag jeweils um neun Uhr am Nottulner Pfarrheim und begeben sich auf ihren Weg in die verschiedenen Gebiete. Wer also einen Tag nicht zuhause ist, den Räpplern aber gerne begegnen möchte, hat an den beiden anderen Tagen die Möglichkeit dazu. Wer über die Feiertage verreist sein sollte, kann den Messdienern gerne eine kleine Nachricht vor der Tür hinterlassen, um traurige Gesichter der Kinder wegen langer Wartezeiten zu vermeiden.

Die Bauernschaften werden früh morgens beräppelt. Für Stevern stehen die engagierten Messdiener am Donnerstag um 4 Uhr in den Startlöchern und für Buxtrup am Freitag um 5 Uhr. Ebenfalls am Freitag wird der Baumberg von den Kindern ab 8 Uhr besucht und Stockum am Samstag ab ungefähr 9 Uhr ausschließlich von den Betreuern.

Dieses große Engagement sollte von allen Nottulnern möglichst mit offenen Armen empfangen werden, um den Messdienern weiterhin Mut zu geben, vor fremden Türen zu stehen und ihnen auch eine schöne Osterfahrt gelingen kann.

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