Pyrotechniker Theodor und Stefan Rendels zünden Feuerwerk beim Martinimarkt

Vater Theodor (links) und Sohn Stefan Rendels üben schon mal für das Feuerwerk am Sonntag: Ab 20.30 Uhr ist das Lichtspektakel von der Nottulner Innenstadt aus zu sehen.

Nottuln. „Lass uns leben wie ein Feuerwerk“, lauten die Zeilen des Musik-Hits von Vincent Weiss, der im Januar 2017 häufig aus dem Radio tönte. An diesem Martinimarkt-Sonntag sorgen die Pyrotechniker Theodor und Stefan Rendels ab 20.30 Uhr für ein Lichtspektakel in hohen Lüften. Ganz treffen die poetischen Verse von Vincent Weiss zwar nicht auf die beiden Appelhülsener zu, dennoch sind „Feuerwerke“ für sie ein wichtiger Lebensbestandteil.

Dass während des Martinimarktes überhaupt Schwarzpulver gen Himmel geschossen wird und bunte Lichter bildet, dafür ist Theodor Rendels verantwortlich. „Mein Vater sprach mit der Gemeinde Nottuln und seitdem gibt es das große Feuerwerk am Sonntagabend“, erklärt Stefan Rendels. Gemeinsam teilen Junior und Senior die große Leidenschaft für explosive Lichtershows. „Seit Kindertagen begeistere ich mich für Feuerwerke“, so Theodor Rendels. Der 62-Jährige arbeitet hauptberuflich an der Informationstheke eines Krankenhauses. Gemeinsam mit seinem 35-jährigen Sohn Stefan, einem gelernten Betriebsschlosser, betreibt er die professionelle Pyrotechnik für den Martinimarkt.

50 Milimeter bis hin zu 125 Milimeter – das sind die Größen der mit Schwarzpulver gefüllten Kugelbomben, die am Sonntag über Nottuln explodieren. „Für den Alltagsbedarf sind die Bomben nicht erhältlich“, sagt Theodor Rendels. Die Ware, die das Zweiergespann von Vertriebsfirmen aus Hamburg, dem Erzgebirge und Wuppertal bezieht, benötigt einen speziellen Lagerraum. Vor 25 Jahren fand Theodor Rendels diesen – während der Jagd. „An die Jagdfläche grenzte ein großes ehemaliges Militärgelände“, erinnert sich „Rendels Senior“. In einem Militärbunker auf eben dieser Fläche lagern die „Rendels“ heute ihren Zündstoff. Rund 250 schwer entflammbare Kartons stehen im unterirdischen Raum.

„Für Feuerwerke gilt: Je größer, desto besser“, findet Stefan Rendels. Aktiv ist er als Pyrotechniker neben Stadtfesten auch auf Hochzeiten und privaten Familienfeiern. Einen kleinen Wermutstropfen beinhaltet das Hobby für die beiden „Rendels“ übrigens doch: Silvester, die Zeit der „Knalleffekte“, verbringen Vater und Sohn 2017 arbeitend und getrennt voneinander. „Unsere Pyrotechnik wird dann von zwei verschiedenen Gastronomen in Anspruch genommen“, so Stefan Rendels.

Während des Martinimarktes schießen die „Rendels“ die Feuerwerkskörper per elektrischer Fernbedienung in die Lüfte. Der Ort des Geschehens ist der Parkplatz des Edeka-Martkes. „Am besten zu sehen ist die Show aber vom Ortskern“, betont Theodor Rendels. Bei starkem Wind oder Nebel muss das Feuerwerk abgesagt werden. Theodor und Stefan Rendels sind zuversichtlich, dass die Nottulner ihr Feuerwerk auch in diesem Jahr erleben werden.

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