Dettener Dorfladen wird an diesem Freitag feierlich eröffnet

Nahversorgung in Schapdetten gesichert

Verfolgen gemeinsame Ziele: (von links) Willi Voss und Walburga Niemann (beide Bürgergenossenschaft) sowie Karl Weckendorf (Vorstand Volksbank Nottuln).

Schapdetten. An diesem Freitag, 28. Februar, wird der Dettener Dorfladen in Schapdetten eröffnet.

Nach zwölf Jahren hat der Ort somit wieder ein eigenes Lebensmittelgeschäft. Der Laden wird unter der Regie der extra hierfür gegründeten Bürgergenossenschaft geführt. Zur Neueröffnung werden unter anderem Landrat Konrad Püning, Nottulns Bürgermeister Peter A. Schneider, Pfarrdechant Norbert Caßens und Pfarrer Manfred Stübecke von Dr. Martin Geuking, dem 1. Stellvertreter der Bürgergenossenschaft, erwartet.

Birgit Gerding und Karin Storb werden den Laden leiten. Darüber hinaus werden weitere Aushilfen beschäftigt. Das Geschäft wird an sieben Tagen in der Woche für die Bürger geöffnet sein. Das Sortiment reicht von Backwaren, über Frischeartikel bis hin zu Hygieneartikeln. Aufgrund des rund 100 Quadratmeter großen Verkaufsraumes wird die Auswahl der einzelnen Produkte nicht so groß sein. „Statt mehr als zwanzig wird es ‚nur' sieben bis acht Joghurt-Sorten geben“, führt Hugo Sandmann vom Vorstand der Bürgergenossenschaft als Beispiel an. Ansonsten sei der Dorfladen ein klassischer Tante-Emma-Laden, in dem es fast alles gebe und zwar in guter Qualität. Einige Produkte stammen aus der Region.

Gemeinsam mit Mitgliedern des Vereins „Schapdettener für Schapdetten e.V.“ hat er den Dorfladen auf den Weg gebracht. „Wir wollten ihn auf solide Füße stellen“, so Sandmann. Hierfür schaute er sich einige Läden im Sauerland, Rheinland und in Bayern an. Schnell war klar, dass das Vorhaben nur in Form einer Bürgergenossenschaft geführt werden konnte. Mit Rat und Tat stand dabei Karl Weckendorf (Vorstand der Volksbank Nottuln) zur Seite.

320 Anteile à 250 Euro mussten gezeichnet werden, um das Vorhaben auf ein sicheres Fundament zu setzen. 382 Anteile sind es geworden. Nicht nur Schapdettener, sondern auch Personen aus den Nachbargemeinden haben Anteile gezeichnet. Und auch Weckendorf ist Mitglied der Genossenschaft geworden.

Reibungslos verlief die Suche nach den geeigneten Räumlichkeiten für den Laden. Fündig wurden sie in der Roxeler Straße 10. Hier war bis dato allein die Bäckerei Fröndhoff untergebracht. Seit Anfang Dezember vergangenen Jahres waren 30 ehrenamtliche Helfer damit beschäftigt, die Räumlichkeiten unter Federführung von Willi Voss (Vorstand Bürgergenossenschaft) umzubauen.

Die Regale für den Laden konnten gebraucht gekauft werden. Die Frische- und auch die Käsetheke mussten neu angeschafft werden.

Apropos Geld: Neben Brot, Brötchen, Fleisch und Käse und anderen Lebensmitteln können die Kunden im Laden auch ihre Bankgeschäfte erledigen. So steht dort im abtrennbaren Foyer ein Geld- als auch ein SB-Terminal zur Verfügung. Damit gingen die beiden Genossenschaften eine Kooperation zum Wohle ihrer Mitglieder ein. 1 000 Geschäftsvorfälle werden monatlich am Geldautomaten verzeichnet.

Und ebenso wie früher bei den Tante-Emma-Läden bleibt Zeit für ein Schwätzchen. Im Dettener Dorfladen wurde hierfür eine gemütliche Sitzecke eingerichtet.

SL-Ausgabe vom 26.2.2014

​Von Yvonne Reher

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