Mühle Schulze Westerath und Mühle Zumbülte sind am Pfingstmontag geöffnet

Die Mühle Zumbülte ist am 21. Mai für Besucher geöffnet.

Kreis Coesfeld / Nottuln. Seit 1994 findet alljährlich an Pfingstmontag der Deutsche Mühlentag statt. An diesem Tag öffnen in ganz Deutschland weit über 1000 Mühlen ihre Tore, um den Mühlenfreunden die Gebäude mit einer alten Ausstattung zu zeigen und ihnen eine fast vergessene Technik näher zu bringen.

Im Kreis Coesfeld werden in diesem Jahr an Pfingstmontag, 21. Mai, nur zwei Mühlen geöffnet sein, beide in Nottuln: In Stevern die Mühle Schulze Westerath (von 13 bis 17 Uhr geöffnet) und im Ortskern von Nottuln die Mühle Zumbülte (von 10 bis 18 Uhr geöffnet).

 Die Mühle Schulte Westerath ist eine seltene Ausnahme in der Mühlenlandschaft. Das Gebäude aus Baumberger Sandstein wurde um 1490 ursprünglich als adeliges Wohngebäude errichtet, erst 100 Jahre später wurde eine Mühle eingebaut. Das Mühlengebäude wurde vor einigen Jahren aufwändig restauriert, ebenso die Mühlentechnik. Die beiden Mahlgänge sind komplett betriebsfähig, angetrieben werden sie von einer Turbine.

 Die Mühle Zumbülte im Ortskern von Nottuln gehörte ursprünglich dem Stift Nottuln, ihr Standort ist seit 1349 nachgewiesen. Das jetzige Gebäude ist 1914 gebaut worden und damit noch recht jung. Neben zwei Mahlgängen mit Steinen gibt es noch einen Walzenstuhl – seit etwa 150 Jahren die moderne Maschine zum Mahlen von Getreide. Vor zwei Jahren wurde auf Initiative und mit Mithilfe des Heimatvereins Nottuln ein neues Wasserrad gebaut. Inzwischen arbeitet eine Helfergruppe regelmäßig in der Mühle um weitere Teile zu renovieren. So wurde in einem Nebenraum ein neuer Fußboden eingebaut, damit der große Elektromotor, der für den Antrieb benutzt wird, besichtigt werden kann. Demnächst sollen außerdem neue Holzzähne bei einigen Zahnrädern zugesägt und eingebaut werden.

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