Förderschule des Kreises Coesfeld

Moderne Räume und Tretautos auf dem Schulhof: Steverschule in Nottuln startet Betrieb

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Freuen sich über den gelungenen Start der Steverschule in Nottuln: von rechts Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr, Schulleiterin Brigitte Siehoff, ihre Stellvertreterin Sandra Willems, Kreisdirektor Joachim L. Gilbeau und Kreis-Sozialdezernent Detlef Schütt.

Kreis Coesfeld/Nottuln. Vom Förderverein der Schule gab es für alle Schüler je einen Schokoriegel und einen Bleistift mit Aufschrift „Steverschule“ – und der Kreis Coesfeld spendierte Baumwolltäschchen mit Butterbrotsdose, Papierblöcken und Kugelschreibern, außerdem gab’s Kuchen vom Blech mit Zuckergussaufschrift „Steverschule“: Es waren schöne Aufmerksamkeiten, die den 110 Schülern der Steverschule und ihren 30 Lehrkräften gestern am ersten Schultag an ihrem neuen Schulstandort in Nottuln zuteil wurden.

Größtes Geschenk aber ist wohl das – im Vergleich zum bisherigen Lüdinghauser Schulstandort – großzügigere Raumprogramm und die moderne Ausstattung der neuen Steverschule, der Förderschule des Kreises Coesfeld für Schüler der Jahrgänge 1 bis 10 mit emotional-sozialem Förderbedarf.

Das wurde deutlich beim Gebäude-Rundgang von Schulleiterin Brigitte Siehoff sowie ihrer Stellvertreterin Sandra Willems mit Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr, Kreisdirektor Joachim L. Gilbeau und Kreis-Schulamtsleiter Gregor Twilling: „Dann bleibe ich hier für immer“, sagte ein Schüler in einer der Klassen, als Brigitte Siehoff aufzählte, dass im Außenbereich noch eine 60 Meter-Rollerbahn für Tretautos und Co., ein Klettergerüst, eine hohe Schaukel, ein Fußballfeld, ein Sandkasten und eine Wippe zur Pausennutzung durch die Schüler der Primarstufe installiert würden. Auf dem Schulhof für die Jahrgänge 5 bis 10 werden ein Fußballfeld mit Toren, eine Torwand, zwei Tischtennis-Außenplatten, ein Basketballfeld, Fahrräder und Tretautos zur Verfügung stehen.

Fünf Jahre nach Standort gesucht

„Wir haben fünf Jahre nach einem neuen Standort für unsere Förderschule gesucht. Hier in Nottuln fanden wir im Gebäude der früheren Geschwister-Scholl-Hauptschule einen zentral gelegenen Schulort“, sagte Kreisdirektor Gilbeau. Insgesamt steckt der Kreis in den neuen Schulstandort rund 5,8 Millionen Euro, von denen das Land NRW im Zuge des Förderprogramms „Gute Schule“ 5,5 Millionen Euro trägt.

Rund eine Million Euro erhielt die Gemeinde Nottuln als Voreigentümerin für die Immobilie; der Rest der Investitionssumme floss und fließt (beispielsweise die Werkräume sind noch nicht fertig) in die Kernsanierung und Ausstattung des seit 2003 denkmalgeschützten Gebäudes, dessen Bau 1969 begonnen und 1971 vollendet wurde. Weil mit Umbau und Umnutzung eine energetische Sanierung nach Energieeinsparverordnung (EnEV) nötig war, wurden überall neue Fenster installiert; das Dach war bereits von der Gemeinde Nottuln saniert worden. Sämtliche Frisch- und Abwasserleitungen wurden erneuert, auch die komplette Elektrik. 

„Sie entspricht jetzt dem Standard aller Gebäude der Kreisverwaltung: Die Heizung schaltet sich aus, wenn ein Fenster geöffnet wird, ebenso gibt es auch ein Beleuchtungsmanagement“, so Joachim L. Gilbeau. Versorgt wird die Gebäudeheizung über das Nahwärmenetz der Gemeinde Nottuln, das nicht zuletzt aus Hackschnitzel-Nutzung mit Wärme gespeist wird.

Fahrstuhl sorgt für Barrierefreiheit 

Aus Gründen des Denkmalschutzes erfolgte an den Außenwänden eine Innendämmung; die Kellerwände wurden von außen gedämmt. Ein noch zu installierender Fahrstuhl macht die Schule barrierefrei; aus Unfallschutzgründen wurden die Brüstungen und Treppengeländer erhöht. In den Klassen wurde der Sichtbeton hell gestrichen – ansonsten legte die Denkmalbehörde Wert auf „nackten“ Sichtbeton; ebenso blieben die Drachen- und Totemmotive im Atrium erhalten. Teilweise wurden die Klassenräume aufgeteilt, so dass Potential für Unterrichtsdifferenzierung gewonnen wurde.

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