„Einmalige Gelegenheit nutzen“: Laura Gesmann fährt zum Weltjugendtag 2019 nach Panama

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Mit ihrem Panama-Hut und ihrem Pilgerbuch ist Laura Gesmann bestens für den Weltjugendtag ausgerüstet.

Schapdetten. Während es in Deutschland Anfang des Jahres frostig zugeht, kann sich Laura Gesmann bald an lauen 25 Grad erfreuen: Die Schapdettenerin fliegt als Einzige aus dem Kreis Coesfeld vom 22. bis 27. Januar zum diesjährigen Weltjugendtag nach Panama. Hunderttausende junge Menschen aus aller Welt reisen extra nach Lateinamerika. Krönendes Highlight ist dabei sicherlich die Abschlussmesse: Am Samstag, 26. Januar, pilgern die internationalen Teilnehmer zur Vigilfeier in den Metro Park, um dort unter freiem Himmel zu übernachten und so bereits an Ort und Stelle für die am nächsten Tag stattfindende Abschlussmesse von Papst Franziskus zu sein.

Der Besuch bei einem Weltjugendtag ist für die Lehramtsstudentin eine Premiere. Für ihren ersten Besuch hat sich die 22-Jährige direkt ein weites Ziel gewählt ausgesucht. Doch auch wenn der Weltjugendtag eine neue Erfahrung für sie ist, die Arbeit in der Gemeinde und die Teilnahme an internationalen Fahrten kennt sie bereits. Im Bistum Münster engagiert sie sich in der Schulungsarbeit. Seit ihrer Kindheit ist Laura Gesmann außerdem Messdienerin, später dann Messdienerleiterin, wobei sie an Messdienerwallfahrten nach Rom teilnahm. Zuletzt auch in leitender Rolle: „Das war noch einmal eine ganz andere Erfahrung, wenn man selbst für die Organisation verantwortlich ist. Das war etwas Besonderes.“ Auch im Studium ihres Fachs Religion stand für die 22-Jährige eine einzigartige Exkursion auf dem Programm: Gemeinsam mit ihren Kommilitonen ging es für eine Studienreise nach Israel. Jetzt führt ihr Glaube sie nach Lateinamerika. Als das Angebot von einer Freundin kam, zögerte sie nicht lange: „Diese einmalige Gelegenheit musste ich einfach nutzen. Das konnte ich mir nicht entgehen lassen.“

Bevor es allerdings nach Lateinamerika geht, reist Laura Gesmann zunächst zusammen mit ihrer Gruppe, bestehend aus 100 Teilnehmern des Bistum Münster, von Düsseldorf aus nach Mexiko: In der Hauptstadt Mexiko-Stadt steht unter anderem eine Wallfahrt zum größten mexikanischen Pilgerort Guadalupe auf dem Programm. Eigentliches Ziel ist während dieser sogenannten sieben „Tage der Begegnung“ vor dem Weltjugendtag allerdings die Partnergemeinde Tula. Übernachtet wird in Gastfamilien. Auf diese Weise bekommen die Teilnehmer einen authentischen Einblick in das Leben in Tula. Die Schapdettenerin ist trotz fehlender Spanischkenntnisse optimistisch. „Mehr als ‚Hola’ verstehe ich kaum“, schmunzelt sie, „aber irgendwie wird die Kommunikation schon funktionieren. Ein bisschen Spanisch steht auch in unserem Pilgerbuch.“ Darin stehen hilfreiche Tipps und Hinweise für die anstehende Reise – wie eben zum Beispiel einige spanische Redewendungen. Auch ein Vortreffen gab es bereits, damit sich die Teilnehmer schon einmal kennenlernen konnten und für die Reise vorbereitet sind. Einen Programmplan haben die Teilnehmer ebenfalls bereits erhalten.

Die Vorfreude auf das abwechslungsreiche Programm steigt bei der Schapdettenerin momentan täglich. Die Woche in Panama startet mit einem Eröffnungsgottesdienst. An den darauffolgenden Tagen wird ein buntes Programm bestehend aus Katechesen, Gottesdiensten, Diskussionsrunden, Workshops, Musicals und anderen religiösen und kulturellen Veranstaltungen angeboten.

Alles passend zu dem diesjährigen Motto: „Siehe, ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast.“

Doch neben dem Rahmenprogramm ist Laura Gesmann vor allem auch wichtig, in die Kultur des Gastgeberlandes Panama hineinzuschnuppern. Über 2000 Deutsche werden beim Weltjugendtag erwartet – deutlich weniger als bei der letzten Veranstaltung in Krakau. Doch die 22-Jährige weiß gerade die große Entfernung zum Heimatland Deutschland zu schätzen: „So trifft man auch einmal auf andere Nationalitäten, zu denen man sonst keinen Kontakt hat. Das wird sicherlich interessant.“

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