Ein interaktiver Lernort des Glaubens

Weihbischof Zekorn informierte sich über die Seelsorge im Stift Tilbeck 

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Ein Gespräch mit den Mitgliedern des Arbeitskreises Seelsorge gehörte zum Programm der Visitation im Stift Tilbeck.

Havixbeck. Gespräche mit Ehrenamtlichen, Hauptamtlichen, mit Gremien, Besuche in verschiedenen Einrichtungen und vieles mehr. Das gehört für die Weihbischöfe zum Programm einer Visitation, bei der es um den Austausch zwischen dem Bistum und den verschiedenen Verantwortungsträgern in den Pfarreien geht. Im Rahmen seiner Visitation im Dekanat Dülmen, zu dem auch Havixbeck gehört, besuchte Weihbischof Dr. Stefan Zekorn nun das Stift Tilbeck.

Beeindruckt zeigte er sich von der Vielfalt der seelsorglichen Angebote und dem Engagement vieler Menschen in der Seelsorge. Einen Vormittag hatte er sich Zeit für Gespräche genommen. Unter anderem traf Zekorn sich mit zwölf Mitgliedern des Arbeitskreises Seelsorge der bischöflichen Einrichtung der Alten- und Behindertenhilfe. Hermann Kappenstiel, der 15 Jahre als geistlicher Rektor im Stift Tilbeck tätig war, gab dem Weihbischof einen Überblick, wie sich die Seelsorge verändert habe. „Viele haben daran mitgewirkt. Wir haben einen Pastoralplan entwickelt und beispielsweise inzwischen zum dritten Mal einen Gemeinderat gewählt, dem Menschen mit und ohne Behinderung angehören“, nannte er Beispiele. Der Arbeitskreis Seelsorge, in dem Leitungskräfte aus verschiedenen Tätigkeitsfeldern wie den Wohngruppen, der Werkstatt und der Verwaltung mitarbeiten, sei ins Leben gerufen worden. „Dieser Arbeitskreis ist für die Bedingungen verantwortlich, unter denen Seelsorge stattfindet – in Tilbeck und auch in den Orten, in denen es Wohngruppen gibt“, erklärte Pastoralreferent Klaus Hammelbeck, der seit Ende 2017 die Seelsorge der Stift Tilbeck GmbH leitet. 

Zahlreiche seelsorgliche Angebote gibt es im Stift Tilbeck. Von regelmäßigen Friedensgebeten über Wortgottesfeiern und Andachten bis hin zu Prozessionen, Eucharistiefeiern, Besinnungstagen oder inklusiven Wallfahrten. „Rund 120 Menschen tragen die Seelsorge mit. Stift Tilbeck ist ein neuer Kirchort im Sinn des Diözesanpastoralplans“, erläuterte Kappenstiel weiter. Der Arbeitskreis sei das Bindeglied zu den Mitarbeitenden und den Bewohnern. Die Mitglieder erhielten Impulse aus der Mitarbeit und gäben Impulse in ihre Bereiche zurück. „Und wir werden auch immer wieder daran erinnert, dass wir eine katholische Einrichtung sind“, sagte Ludwina Wilken, die wie Udo Sistermann eine Ausbildung zur Seelsorglichen Begleitung absolviert hat und im Seelsorgeteam mitarbeitet. Den Mitgliedern sei es wichtig, eine gemeinsame Kultur bewusst zu halten und die Seelsorge wachzuhalten. Seelsorge sei ein integraler Bestandteil im Stift Tilbeck, der Brücken baue und für eine gelebte Vielfalt stehe. „Tilbeck ist ein Lernort des Glaubens – für und mit Menschen mit Behinderung“, führte eine Mitarbeiterin aus. 

„Ich finde es vorbildlich, wie hier Seelsorge gelebt wird und wie viele Menschen sich dafür engagieren“, lobte Zekorn die vorgestellten Konzepte und ermutigte die Aktiven, auf diesem Weg weiterzumachen. 

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