Werke im Wert von 120.000 Euro

Über 300 neue Exponate auf der Burg Hülshoff

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Dr. Jörg Albrecht, Liselotte Folkerts, Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger und Prof. Dr. Peter Funke (von links) vor einem Porträ.

Havixbeck. „Die Sammlung ist herausragend, es gibt keinen besseren Ort, um sie dauerhaft zu präsentieren“, erzählt Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger, Vorsitzende der Droste-Stiftung. Liselotte und Helmut Folkerts aus Münster schenkten der Anette-von-Droste-zu-Hülshoff-Stiftung bereits im Jahr 2018 eine Sammlung von über 300 Exponaten. Die neuen Ausstellungsstücke sind für Besucher ab sofort in der Burg Hülshoff zu sehen – allerdings ist das Museum wegen der aktuellen Corona-Situation bis einschließlich 20. April geschlossen.

Es handelt sich bei den Exponaten um besondere Drucke, Grafiken, Lithografien, Aquarelle, Federzeichnungen und vieles mehr. Der geschätzte Wert der gesamten Sammlung beträgt circa 120 000 Euro. „Ihre Sammlung ist ein großer Schatz und an sich bereits ein eigenes Museum“, so Kerstin Mertenskötter, zuständig für den Bereich Museum und Digitales im „Center for Literature“. 

Nach dem Umbau im Foyer wird dort nun eine kleine Auswahl der Werke präsentiert. Bald soll aber noch mehr Präsentationsfläche fertig werden, um mehr Exponate aus der Sammlung der Folkerts ausstellen zu können. Liselotte Folkerts kam schon in ihrem Elternhaus mit der Dichterin Annette von Droste-Hülshoff in Kontakt. 

Folkerts studierte Jura und verlor die Literatur aus den Augen. Als sie aber wieder nach Münster kam, fing sie an, sich erneut der Literatur zu widmen und erstellte nach und nach die Sammlung. Ebenfalls hat sie diverse Aufsätze und Vorträge zum Leben der Autorin verfasst. „Außerdem ist eine Sonderausstellung zu den Handschriften geplant, die aktuell alle digitalisiert werden“, so Dr. Jörg Albrecht, Geschäftsführer der Droste-Stiftung und künstlerischer Leiter des „Center for Literature“ in der Burg Hülshoff. 

Einige Werke für die Handschriften-Sammlung sind bereits ausgewählt. Die Droste-Stiftung erhielt für die Aufbereitung aller Werke Unterstützung vom Bund im Wert 250 000 Euro und 350 000 Euro von der Kulturstiftung. „Wir freuen uns, dass wir so positiv gesehen werden“, so Barbara Rüschoff-Parzinger. Liselotte Folkerts hört nun aber nicht auf´: Die Droste-Kennerin hat bereits einige neue Werke zu Hülshoff gesammelt. Sie möchte auch weiterhin mit der Stiftung im Austausch bleiben.

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