Rettungshunde-Training auf Abbruchgelände in Buldern

Das THW Havixbeck führte am Sonntag ein Rettungshunde-Training auf dem Abbruchgelände an der Bahnhofstraße in Buldern durch. Im Bild Mitglieder der Fachgruppe Ortung samt Vierbeinern: (vorne) Sylvia Matthausen mit Josy, Detlef Jungk und Verena Thyssen mit Romy – (hinten) Stephan Mondry mit Belana und Kathrin Böhlke mit Chilli.

Buldern / Havixbeck. Passanten, die am Sonntag in Buldern unterwegs waren, konnten auf dem Abbruchgelände an der Bahnhofstraße die Ausbildung von Rettungshunden aus nächster Nähe verfolgen.

Die Vierbeiner und ihre Hundeführer sind Teams der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW), Fachgruppe Ortung, THW-Ortsverband Havixbeck. „Wir hatten einige Zaungäste“, lacht der Technische Berater und Gruppenführer der Fachgruppe Ortung, Stephan Mondry.

Das kleine Abbruchgelände wurde dem THW am Sonntag freundlicherweise von der Firma HSA (Heizung & Sanitär Arens) aus Buldern zur Verfügung gestellt. Für Hund und Mensch sei es wichtig, dass sie bei der speziellen Ausbildung immer wieder neue Trainingsgelände vorfinden, um den Erfahrungshorizont durch wechselnde Szenarien und Situationen zu erweitern, schildert Mondry. Die Ausbildung zum fertigen und geprüften Rettungshund dauert etwa drei Jahre.

Die THW-Teams können zwar in ganz Deutschland auf den Übungsgeländen des THW ihre Ausbildung und Übungen durchführen. Wesentlich effizienter für Mensch und Tier sei es jedoch, die Übungseinheiten auch unter ansatzweise realistischen Bedingungen wie auf großflächigen Abrissgeländen durchzuführen.

Die THW-Fachgruppe Ortung setzt sich aus speziell ausgebildeten Helfern und mindestens drei geprüften Rettungshunden zusammen. Die Teams werden für Einsätze im Bereich des Zivil- und Katastrophenschutzes zur Ortung verschütteter und vermisster Personen eingesetzt. Unterstützt werden zum Beispiel Feuerwehr, Polizei und Katastrophenschutzbehörden bei schwierigen und großen Schadenslagen wie Gasexplosionen, Erdbeben, Terroranschlägen sowie bei der Vermisstensuchen in der Fläche.

Die Fachgruppe Ortung des THW ist keine „Rettungshundestaffel“ im üblichen Sinne, da man sich bei der Suche nach Personen nicht nur auf das Hilfsmittel „Hund“ mit seiner hohen Suchgeschwindigkeit und Suchpräzision beschränkt, sondern auch spezielle technische Ortungsgeräte nutzt, die vorrangig in der Trümmersuche eingesetzt werden. Bei der technischen Ortung wird auf akustische Ortungsgeräte mit seismischen Sensoren und auf optische Ortungsgeräte wie Endoskopkamera, Searchcam, Wärmebildkamera und Nachtsichtgerät zurückgegriffen.

Neben ihren Ortungsaufgaben können die Ortungshelfer auch weitere THW-Aufgaben wahrnehmen. So unterstützten einige von ihnen vor kurzem beim Sturm Frederike die Bergungsgruppen bei ihren technischen Arbeiten.

Der THW-Ortsverband Havixbeck sucht für weitere Übungen immer wieder neue Gelände. Besonders Trümmerstrecken, zerstörte Gebäude und großräumige Firmengelände oder Waldgebiete seien eine gute Herausforderungg für das Team. Immer willkommen sind auch neue ehrenamtliche Helferinnen und Helfer. Kontakt per E-Mail: OV-Havixbeck@thw.de.

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