Einzugsbereich jetzt im ganzen Kreisgebiet

Möbelmagazin benötigt mehr Lagermöglichkeiten

Vier der insgesamt 13 Männer und Frauen, die sich ehrenamtlich für das Möbelmagazin einsetzen: (von links) Conny Hölscher, Heinz Dziatzko, Anne Kötting und Renate Probst. Foto: Gronau

Havixbeck. Es ist Freitagnachmittag 14.30 Uhr. Seit einer halben Stunde hat das Möbelmagazin am Havixbecker Bahnhof geöffnet.

Es geht hier zu wie in einem Bienenhaus. Der Andrang ist riesengroß. Draußen stehen Menschen, die Möbelstücke abgeben wollen, drinnen suchen Interessierte nach geeigneten Einrichtungsgegenständen für den heimischen Haushalt. „Der rege Betrieb ist nichts Ungewöhnliches“, betont Conny Hölscher, einer der insgesamt 13 ehrenamtlich tätigen Männer und Frauen, die den Betrieb organisieren.

Die drangvolle Enge in der Halle des ehemaligen Güterbahnhofs ist darauf zurückzuführen, dass dem Möbelmagazin einfach der Platz fehlt, um alle bereitgestellten Gegenstände ausstellen zu können. „Die verfügbaren Außenlager sind bereits restlos gefüllt“, so Hölscher. Und er fügt hinzu: „Wir suchen händeringend nach Unterstellmöglichkeiten, vorzugsweise nach einer Scheune oder Lagerhalle!“ Aber sie sollten auch bezahlbar sein; denn mit dem Erlös aus dem Verkauf sollen schließlich vorrangig caritative und soziale Einrichtungen und bedürftige Menschen in Havixbeck und Umgebung unterstützt werden. Das Möbelmagazin wurde im Jahre 2000 als eine Einrichtung der evangelischen, katholischen und politischen Gemeinde Havixbecks gegründet.

Bislang konnten dort nahezu 180 000 Euro erwirtschaftet werden, die für soziale Zwecke eingesetzt wurden. Im Jahre 2013 belief sich der Reinerlös auf etwa 15 000 Euro, die förderungswürdigen Einrichtungen zur Verfügung gestellt wurden.

Das Prinzip, Sachspenden in Geld umzuwandeln, wird dadurch möglich, dass Bürger nicht nur aus Havixbeck, sondern vermehrt auch aus Städten und Gemeinden aus dem Kreis Coesfeld wie Dülmen, Coesfeld, Billerbeck und Nottuln gut erhaltene gebrauchte Möbelstücke und Haushaltsgegenstände zur Verfügung stellen.

Das Angebot wird immer vielfältiger. „Wir haben an Mobiliar alles außer Bettwäsche und Matratzen“, erklärt Conny Hölscher und weist darauf hin, dass zunehmend auch Porzellan- und Glaswaren sowie Geschirr in großer Auswahl angeboten werden.

Wer durch eine Haushaltsauflösung oder aus anderen Gründen geeignete Gegenstände abzugeben hat, sollte diese nicht gleich zum Wertstoffhof bringen. Im Möbelmagazin können die alten Möbel noch einem guten Zweck dienen. Geöffnet hat die Einrichtung an jedem ersten und dritten Freitag (von 14 bis 16 Uhr) und Samstag (von 10 bis 12 Uhr) im Monat.

SL-Ausgabe vom 15.1.2014

Von Eberhard Gronau

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