Medizinprofessor im Gespräch mit Oberstufenschülern der Anne-Frank-Gesamtschule (AFG) 

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Wissenschaft und Schule im Gespräch: Umrahmt von den Oberstufenschülern Leo Sulzbacher (links) und Leon Heinrich (rechts) setzen Professor Dr. Matthias Stelljes und Lehrerin Jutta Kreimer-Bleeck auch nach dem lebendigen Vortrag den Austausch fort.

Havixbeck. In der letzten Woche hielt Professor Dr. Matthias Stelljes, Leiter des Knochenmark-Transplantationszentrums des Universitätsklinikums Münster (UKM), einen Vortrag über das Thema Leukämie am Oberstufenzentrum der Anne-Frank-Gesamtschule (AFG) in Havixbeck. Eingeladen hatte ihn Jutta Kreimer-Bleeck, Lehrerin des Biologie-Leistungskurses. Über 200 Schüler aus weiteren Kursen der gymnasialen Oberstufe, waren gekommen, um sich direkt vor Ort mit diesem interessanten Thema auseinanderzusetzen.

Stelljes berichtete schülernah über die Entstehung von Leukämie und über seine Arbeit als Wissenschaftler auf diesem Gebiet. Dabei zeichnete er den Verlauf einer typischen Krebserkrankung nach vom ersten Besuch eines Patienten bei seinem Arzt, bei dem der Patient über Symptome klagt, bis hin zur Diagnose und den derzeit aktuellen Therapiemöglichkeiten. In der sich anschließenden Diskussion brachten die Schüler auch kritische, im Unterricht immer wieder zu Kontroversen führende Themen ein. „Rechtfertigen grausame Tierversuche die medizinische Forschung oder wie sind die ethischen Bedenken zur Stammzelltherapie zu beurteilen“? Auf hohem Niveau diskutierten die Oberstufenschüler mit dem Universitätsprofessor, ohne allerdings auf alle Fragen restlos befriedigende Antworten bekommen zu haben. „Das war aber auch nicht das primäre Ziel“, so Jutta Kreimer-Bleeck, „denn dazu sind die Fragestellungen zu komplex. Vielmehr sollten die Schülerinnen und Schüler beispielhaft ein Forschungsgebiet im universitären Kontext kennenlernen und eine Orientierungshilfe bei der eigenen Berufswahlfindung erhalten“. 

Prof. Dr. Stelljes, selbst Vater zweier AFG-Oberstufenschüler, unterstützt das Anliegen der Schule. Denn auch er wusste nach dem Abitur nicht sofort, was er beruflich machen sollte. „Nicht jeder Weg ist gradlinig und häufig ist nach dem Abitur noch nicht klar, wohin der Weg führen wird. Es wird sich finden“, so Prof. Dr. Matthias Stelljes.

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