Königlicher Besuch in Havixbeck, Billerbeck und Nottuln

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Nach der Aussendungsfeier am Ludgerusbrunnen und im Billerbecker Dom machten sich die Vertreter der Gemeinden aus Billerbeck, Havixbeck, Nottuln und Stift Tilbeck mit ihren Königen auf den Weg.

Baumberge. 20 Könige und Königinnen haben sich auf den Weg durch die Baumberge gemacht. Sie sind in der Advents- und Weihnachtszeit in den katholischen Pfarreien in Billerbeck, Havixbeck, Nottuln und Stift Tilbeck zu Gast. Es sind besondere Könige, die die Vertreter der beteiligten Gemeinden in einer kleinen Andacht am Billerbecker Ludgerusbrunnen erhielten und in ihr neues Zuhause auf Zeit mitnahmen.

Der „Vater“ der Könige ist Ralf Knoblauch. Der 54-Jährige ist Diakon in der Pfarrei St. Thomas Morus in Bonn und hat vor seinem Theologiestudium eine Ausbildung zum Tischler absolviert. „Jeden Morgen geht er früh in seine Werkstatt und arbeitet an den hölzernen Skulpturen. Seine Werkstatt ist eine Art Klausur für ihn, und die Arbeit an den Königen sieht er als einen geistlichen Vorgang“, weiß Pfarrer Hermann Kappenstiel. Der Havixbecker kennt Knoblauch, denn bereits im vergangenen Jahr hatte er zwei Könige ins Stift Tilbeck geholt. Jeder König ist anders, schaut anders. Ihnen gemeinsam ist aber das weiße Kleid beziehungsweise das weiße Hemd und eine goldene Krone. „Es erinnert an die Taufe und damit an die Würde, die Gott jedem von uns gegeben hat. Ein Zeichen der Würde ist ebenfalls die goldene Krone, die jeder trägt“, erläutert Kappenstiel weiter. 

In einer kleinen Prozession brachten die Beteiligten ihre Königinnen und Könige in den Billerbecker Dom, wo Propst Hans-Bernd Serries sie in einem kurzen Wortgottesdienst, der musikalisch vom Kinderchor der Propsteigemeinde unter der Leitung von Lukas Maschke gestaltet wurde, segnete. Im Anschluss machten sich die Könige auf den Weg in die Baumberge. „Und ich hoffe, dass sie Spuren hinterlassen bei allen, die mit ihnen in Berührung kommen“, sagte Kappenstiel. 

Alle Gemeinden haben ein umfangreiches Programm zum Projekt „Königswege“ erstellt. Die Skulpturen werden in unterschiedlichen Einrichtungen vom Kindergarten bis zum Altenheim zu Gast sein. Aber auch Familien können die hölzernen Hoheiten zu sich einladen. Und wer möchte, kann ein Selfie mit ihnen machen, das auf der Homepage der jeweiligen Pfarrei hochgeladen wird. In Nottuln werden die Könige beispielsweise auch in Restaurants oder bei der Polizei stehen. Im Stift Tilbeck in Havixbeck werden sie im Café und in den Gruppen unterwegs sein. „Dazu gibt es ein Materialset, mit dem gearbeitet werden kann“, erläutert Kappenstiel. 

Am 6. Januar werden die Könige dann am Longinusturm, der höchsten Erhebung in den Baumbergen, wieder verabschiedet. Informationen zum jeweiligen Programm in den Pfarreien gibt es in den Pfarrbüros oder auf den Internetseiten.

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