Karin Hermeler und Sabine Schwack treten morgen bei der Show „Topfgeldjäger“ an

Kochen im Fernsehstudio

Viel Spaß hatten (von links) Juror Frank Rosin, Sabine Schwack, Karin Hermeler und Moderator Steffen Henssler bei der Aufzeichnung der Kochsendung.

Havixbeck/Osterwick. Ein Rindfleisch-Carpaccio auf einem Pappteller zu flambieren, da stockte selbst Karin Hermeler der Atem.

Dass ein Profi wie Steffen Henssler, dem Starkoch aus Hamburg, bei der Premiere seiner ersten Koch-Show in Münster nervös werden würde, hätten sie nie gedacht. Gemeinsam mit ihrer Freundin Sabine Schwack saß sie im Zuschauerraum. Hier entstand die Idee, sich für die ZDF-Koch-Show „Topfgeldjäger“ zu bewerben, die Henssler moderiert. Drei Wochen nach ihrer E-Mail-Bewerbung bekamen sie Bescheid. Im November sollten sie nach Hamburg kommen. „Wir hatten da keine Zeit“, informieren die beiden. Unproblematisch wurde der Termin auf den 5. Februar vor Ort noch einmal auf den 6. Februar dieses Jahres verschoben. Einen Tag zuvor brachte sie der Nachbar der Familie Schwack, Uli Hollender, die beiden Frauen in die Hansestadt. In ihrem Hotel waren auch ihre Mitbewerber untergebracht. „Wir haben viele nette Leute kenngelernt“, sagt Sabine Schwack. Für ihren Auftritt hatten sie sich extra jeweils zwei Schürzen in braun und schwarz mit der Aufschrift „Küchenfee“ anfertigen lassen. Das Studio war ihnen bereits bekannt. „Wir haben vorher als Zuschauer Studioluft geschnuppert“, verrät Karin Hermeler. Dennoch waren sie an ihrem Tag nervös.

Zwei Stunden vor dem Dreh erfuhren die Freundinnen, was in ihrem Warenkorb ist. „Wirklich Zeit hatten wir nicht, zu überlegen, was wir machen wollen“, so Hermeler. Denn zur gleichen Zeit saßen sie bereits in der Maske.

Ähnlich erging es ihren Mitbewerbern. Denn in der Show kochen zwei Frauen gegen zwei Männer. Für die beiden Freundinnen war die Situation neu. Bisher hatten Karin Hermeler und die Vertriebsmitarbeiterin Sabine Schwack immer alleine gekocht. Drei Wochen vor ihrem Studioauftritt Anfang Februar dieses Jahres in Hamburg kochten sie zum ersten Mal gemeinsam in der Küche von Familie Schwack für Freunde. „Es war ein schöner Abend“, erinnert sich Karin Hermeler, die anonsten als Friseurin in einem Salon im Billerbeck arbeitet. Zwölf Produkte hatten sie sich hierfür ausgesucht. Denn limitiert sind auch die Zutaten für die Koch-Show. Unter Echtzeit-Bedingungen kochten die beiden noch einmal bei einer Freundin in Billerbeck. Innerhalb von 45 Minuten muss aus den Zutaten eine Vorspeise, ein Hauptgericht und ein Dessert gezaubert werden.

„Die Grundzutaten wie Öl und Mehl werden nicht mitgerechnet“, informiert Karin Hermeler, die gelernte Friseurin. Die Basis für ihre Kochkünste haben sich die Freundinnen von ihren Müttern abgeschaut. „Früher habe ich nach Rezept gekocht, heute schauen ich in den Kühlschrank und mache die schnelle Nummer“, sagt Karin Hermeler lachend. Kreativität war auch bei der Koch-Show gefragt. So mussten dort Zutaten verarbeitet werden, mit denen die beiden Hobbyköchinnen nicht tagtäglich arbeiten. „Wichtig ist es, Grundrezepte zu kennen“, so Schwack. Und manches Mal schadet es auch nicht, kleine Kochfehler zu überdecken, wie die Koch-Show an diesem Donnerstag, 15. März, um 15.05 Uhr im Zweiten Deutschen Fernsehen lüften wird. Denn statt Weißwein landete der Weißweinessig in der Schwarzwurzelsuppe. „Ich habe die Suppe mit Wasser gestreckt“, erinnert sich Sabine Schwack.

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