INCA unterstützt Flüchtlinge seit einigen Monaten in Havixbeck

Hoffung auf ein besseres Leben

Im TiFF (Treff im Flothfeld) werden Flüchtlingskinder von sechs bis zehn Jahren spielerisch an die deutsche Sprache herangeführt. Die Kinder sind mit Interesse dabei. Foto: Eberhard Gronau

Havixbeck. Seit einiger Zeit kommen wieder vermehrt Flüchtlinge aus verschiedenen Kriegs- und Krisengebieten der Erde nach Havixbeck - getragen von der Hoffnung auf ein besseres und friedliches Leben.

Sie in die Dorfgemeinschaft zu integrieren, Vorurteile abzubauen, konkrete Hilfestellungen zu leisten und eine Willkommenskultur zu schaffen, ist das Ziel eines vor einigen Monaten gegründeten Unterstützerkreises „INCA plus - offenes Havixbeck“, dessen Sprecherin Bernhild Schmitz-Heuer ist. Ihre Stellvertreterinnen sind Elisabeth Reis-Wedekind und Karin Kupferschmidt.

Mit dem Namen wird an eine seit über zehn Jahren bestehende kleine Gruppe „INCA“ (Internationales Café) angeknüpft, die sich um Menschen mit Migrationshintergrund gekümmert hat. Dem neuen Unterstützerkreis, der die bisherigen Angebote fortführen, seine Tätigkeitsfelder aber ausweiten möchte, gehören mittlerweile mehr als 40 Ehrenamtliche an. Beteiligt sind auch die beiden Kirchengemeinden, die in ökumenischer Zusammenarbeit die Trägerschaft für „INCA plus“ übernommen haben. Eine enge Zusammenarbeit erfolgt auch mit dem Familienbüro der Gemeinde und mit Vinzenz Mersmann, Koordinator der Fachstelle Gemeindecaritas beim Kreis-Caritasverband.

Drei Arbeitskreise wurden gebildet, die auf verschiedenen Ebenen ihre Arbeit verrichten und deren Sprecher die Steuergruppe bilden, die die Aktivitäten koordiniert. Der Arbeitskreis „Sprache, berufliche und sprachliche Integrationshilfen“ kümmert sich um die Sprachförderung für Kinder und Jugendliche, etwa durch wöchentliche Treffen mit Kindern von sechs bis zehn Jahren im TiFF. In spielerischer Form werden die Kinder dort an die deutsche Sprache herangeführt. Nachhilfe und individuelle Sprachförderung sind ebenfalls schon angelaufen.

Unterstützt werden auch Sprachkurse der Erwachsenenbildung im Evangelischen Gemeindezentrum. Zudem wird Hilfestellung geleistet bei der Erstellung von Lebensläufen für Bewerbungen und bei der Suche nach Ausbildungs- und Praktikumsplätzen. Der Arbeitskreis „Freizeit- und Kennenlernangebote“ führt die bisherigen Angebote wie etwa Begrüßungsfrühstück und gemeinsames Picknick fort und hat bereits Kontakte zu Havixbecker Vereinen aufgenommen.

Der Arbeitskreis „Bewusstseinsbildung“ thematisiert Fragen des Asylverfahrens und organisiert Informationsveranstaltungen in Schulen. Der Unterstützerkreis hat auch bereits etliche Fahrräder, einen Kinderwagen, Babykleidung, Schulranzen, ein Bobbycar und sogar gebrauchte Fußballschuhe vermittelt. Gesucht werden – so Bernhild Schmitz-Heuer – Sponsoren und Spender, die die Arbeit von „INCA plus – offenes Havixbeck“ unterstützen. Auch Partnerschaften sind willkommen. „Mit Besonnenheit und Nachhaltigkeit wollen wir die Angebote weiterentwickeln“, betont Bernhild Schmitz-Heuer.

Wer Interesse hat, das Projekt zu unterstützen oder als Freiwilliger mitzuwirken, kann sich telefonisch bei Bernhild Schmitz-Heuer unter (02507) 9879603 melden.

SL-Ausgabe vom 22.7.2015

Von Eberhard Gronau

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