Bastian Weiper arbeitete und lebte sechs Monate in Südafrika

Gastfreundschaft erfahren

Bastian Weiper denkt gern an eine spannende Zeit in Südafrika und die Herzlichkeit der Einwohner dieses Landes zurück. [aK]Foto: Gronau[eK]

Havixbeck. Er ist gerade mal 28 Jahre alt und hat von der Welt schon viel gesehen.

Darunter auch längere Aufenthalte in Australien, England und Südafrika. Doch Bastian Weiper ist kein Weltenbummler, sondern bereitet sich intensiv auf ein künftiges Berufsleben vor. An der Fachhochschule Münster absolviert der Havixbecker derzeit sein letztes Semester, bei dem noch einige Klausuren anstehen, ehe er seine Ausbildung zum Bachelor of Arts abgeschlossen hat. Diesen Titel hat er unlängst auch schon an der englischen Universität in Portsmouth erworben. Seine Studienschwerpunkte liegen im Finanz-, Ertrags- und Risikomanagement.

Nach Abitur und Zivildienst verabschiedete sich Weiper mit Freund Fritz Stemmer für fünf Monate nach Australien. „Wir haben dort gejobbt, um uns das Geld für Rundreisen zu verdienen“, blickt Bastian auf eine tolle Zeit zurück. Danach absolvierte er eine Ausbildung zum Versicherungsfachmann, entschied sich danach aber, noch ein Studium aufzunehmen. Dazu ging er 2009 für ein Jahr nach Portsmouth und nahm am European Business-Programm teil. Diese englische Universität kooperiert mit der Fachhochschule Münster.

Bevor er das zweite Studienjahr in Münster in Angriff nahm, startete er im Sommer 2010 zu einer ganz besonderen Tour. Er begleitete seinen Vater Charly bei seinem 57-tägigen Spendenlauf über rund 1 800 Kilometer von Havixbeck durch fünf Länder nach Srebrenica in Bosnien. Gesammelt wurden Spenden für soziale Projekte in Bosnien. Diese Aktion war für ihn eine prägende Lebenserfahrung.

Das dritte Studienjahr war für den Havixbecker ein Praktikumsjahr. Zunächst arbeitete er für sechs Monate bei der BMW-Bank in München. Dem schloss sich ein halbes Jahr Südafrika an. In Midrand, einer Stadt 30 Kilometer nördlich von Johannisburg, war er wiederum für die BMW-Bank tätig. „Das war eine sehr wertvolle Erfahrung für mich“, blickt der 28-Jährige auf diese Zeit zurück. Grundsätzlich herrschte Anzugs- und Krawattenpflicht. Doch der so genannte „Casual Friday“ (zwangloser Freitag) war aufgrund der vielen unterschiedlichen Kulturen der Mitarbeiter oftmals sehr bunt, erinnert sich Weiper, der in einer Lodge wohnte, die aus Sicherheitsgründen mit einem Elektrozaun umgeben war. Er habe sich ansonsten aber stets sicher gefühlt. Die Wochenenden nutzte er, um mit anderen Praktikanten Cricket zu spielen, Spiele der Nationalsportart Rugby anzuschauen oder Reisen durch das traumhafte Land zu unternehmen. An vielen Orten seien die Folgen der Apartheid noch zu spüren gewesen, befand Bastian Weiper, der beim Bungee-Springen in den Townships von Soweto eine besondere Mutprobe bestand.

Im Anschluss an das Praktikum blieb er noch einen Monat, um mehr vom Land zu sehen. Die Metropolen Kapstadt und Johannisburg und der weltberühmte Krüger-Nationalpark waren einige Ziele. „Südafrika war eine Etappe meines Lebens, die ich nicht vergessen werde“, erklärt Bastian Weiper, der von der Herzlichkeit und Gastfreundschaft der Menschen dort sehr beeindruckt war.

Streiflichter-Ausgabe vom 3.7.2013

Von Eberhard Gronau

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