Die Anne-Frank-Gesamtschule Havixbeck soll einen Teilstandort in Billerbeck bekommen 

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Stellten in Havixbeck die Überlegungen vor, in Billerbeck einen Teilstandort der Anne-Frank-Gesamtschule einzurichten: von links Monika Böse, Leiterin Fachbereich Bürgerservice und Planung der Gemeinde Havixbeck, Hubertus Messing, Leiter Fachbereich Zentrale Dienste und Ordnung der Stadt Billerbeck, Billerbecks Bürgermeisterin Marion Dirks, Dr. Torsten Habbel, Leiter der Anne-Frank-Gesamtschule, Havixbecks Bürgermeister Klaus Gromöller, Margarete Schäpers, Vorsitzende des Ausschusses für Schule, Soziales, Jugend und Sport der Gemeinde Havixbeck und Maggie Rawe, stellvertretende Vorsitzende des Schul- und Sportausschusses der Stadt Billerbeck.

Havixbeck/Billerbeck. Ab Schuljahr 2018/2019 soll die Anne-Frank-Gesamtschule (AFG) Havixbeck einen Teilstandort in Billerbeck bekommen und die Geschwister-Eichenwald-Gemeinschaftsschule (GEG) Billerbeck parallel dazu auslaufen.

Dies ist jedenfalls der Wunsch der Verwaltungen der Stadt Billerbeck und der Gemeinde Havixbeck und der Schulaufsicht der Bezirksregierung in Münster.  Nachdem die Schulausschüsse der beiden Orte am Dienstag über die Überlegungen informiert worden waren, wurde am heutigen Donnerstag auch die Presse darüber in einem Gespräch im Havixbecker Rathaus in Kenntnis gesetzt. 

„Das Schulumfeld ist in den letzten Jahren stark in Bewegung geraten“, so Havixbecks Bürgermeister Klaus Gromöller. „Die AFG ist zum Beispiel den steten Gesamtschulbestrebungen in Roxel, Coesfeld und auch Nottuln ausgesetzt. Es ist daher gut, wenn wir den Standort unserer Schule nach Westen hin erweitern, um damit beide Schulstandorte und das zugehörige Umland zu stärken. Insgesamt haben wir dann eine zunächst sechszügige Gesamtschule an zwei Standorten. Eine spätere Erweiterung in Billerbeck ist bei entsprechender Anmeldezahl nicht ausgeschlossen.“ 

Der Schulversuch mit der Gemeinschaftsschule sei – nach sehr erfolgreichen Anfängen – auf Dauer bei den Eltern nicht so gut angekommen, berichtete Billerbecks Bürgermeisterin Marion Dirks. So sei die Gemeinschaftsschule nicht mehr wie ursprünglich dreizügig, sondern angesichts geringerer Anmeldezahlen nun kleiner. „Sie würde laut Gesetz ab 2020 in eine zweizügige Sekundarschule überführt“, so Dirks. „Eine zweizügige Sekundarschule wollen wir jedoch in Billerbeck nicht.“ 

Nach einem Zusammenschluss mit der AFG „haben wir aber auch in Billerbeck dann eine sehr gut funktionierende Schule, an der die Schüler bis zum Abitur durchgängig bleiben können. Auch im Bereich der Sekundarstufe eins führt die Größe der Schule dazu, dass vor allem im Wahlpflichtbereich viel besser differenziert werden kann als bisher.“ 

AFG-Schulleiter Dr. Torsten Habbel berichtete von der hohen Akzeptanz der AFG, besonders auch im Umland – die Schüler kämen aus 25 Grundschulen. Und: Es besuchen beispielsweise zur Zeit 15 Fünftklässler aus Billerbeck die Schule in Havixbeck. „Von Vorteil für viele Schüler wird sein, dass sie zukünftig bis Klasse 10 wohnortnah untergebracht werden können. Viele werden einen kürzeren Schulweg haben.“ 

Künftig werde am Lernort Billerbeck das Schulprogramm der AFG übernommen. Die jetzigen Schüler der GEG seien davon aber nicht betroffen – die GEG laufe so aus, wie die jetzigen Schüler es gewohnt sind. Die Oberstufe werde nach wie vor komplett in Havixbeck bleiben, wobei sämtliche Schüler mit entsprechender Qualifikation aus beiden Orten ein Recht auf Aufnahme in die Oberstufe haben, so Habbel. 

Sicherlich werde ein solcher Schulzusammenschluss nicht stressfrei zu bewältigen sein. So muss sehr genau geplant werden, damit die Schüler der beiden Standorte vor allem bei den Differenzierungsfächern nicht zu viel zwischen den Orten hin- und herfahren müssen. „Das bedeutet viel Arbeit für mich“, so Habbel. „Das Problem werden wir aber sicher lösen können.“

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