Lisette Guddorf aus Hohenholte geht für ein Jahr nach Costa Rica

Am anderen Ende der Erde

Lisette Guddorf hat sich für ein Jahr zu einem Schüleraustausch nach Costa Rica verabschiedet. [aK]Foto: Gronau[eK]

Hohenholte. Vor einem Jahr kehrte ihr Bruder Leon ganz begeistert von einem Schüleraustausch aus Costa Rica zurück.

Jetzt hat sich Lisette Guddorf aus Hohenholte ebenfalls auf den Weg nach Mittelamerika gemacht. Die 15-jährige Gymnasiastin, lediglich mit einigen Brocken Spanisch ausgestattet, möchte sich bei den Ticos, wie sich die Costaricaner selbst nennen, möglichst schnell die spanische Sprache aneignen, aber auch Land und Leute kennen lernen. In ihrem Gepäck hatte sie eine Menge Informationen, die der 17-jährige Leon ihr mitgegeben hat. Über Düsseldorf und Madrid führte ihr Flug nach San José, die Hauptstadt. In der nahe gelegenen Stadt Cartago wird die Schülersprecherin am münsterschen Schiller-Gymnasium in den kommenden elf Monaten Teil einer Familie mit vier Kindern sein. Neben ihren „Geschwistern auf Zeit“, die 23, 20, zehn und acht Jahre alt sind, wird sie mit bestimmten Aufgaben ihren Platz finden - und natürlich auch zur Schule gehen. Die Schule erreicht sie in wenigen Minuten. Der Unterricht beginnt um 7 Uhr und endet in der Regel um 17 Uhr - ein langer Tag. Die Gasteltern, begeisterte Motor-Biker, hatten schon im Vorfeld signalisiert, wie sehr sie sich auf den Besuch aus Deutschland freuen. Dass die Menschen dort gastfreundlich sind, das hatte der Hohenholterin schon ihr Bruder versichert.

Die 15-Jährige, die sich mit einer zünftigen Party von ihren Freundinnen und Freunden verabschiedet hatte, denkt aber auch schon weiter. Wenn sie 2014 wieder nach Hause kommt, dann überspringt sie mit dem Rückenwind von Pazifik und Karibik die zehnte Klasse und setzt ihre Schulausbildung in der Klasse 11 fort. Dann richtet sich das Augenmerk bereits auf das Abitur. Was sie beruflich einmal machen möchte, davon hat Lisette schon konkrete Vorstellungen: „Ich möchte vermutlich Jura studieren und dann Anwältin werden“. Doch vor Beginn des Studiums möchte sie noch etwas mehr von der Welt sehen. Ihr schwebt ein Aufenthalt in Afrika vor, wo sie ihre englischen Sprachkenntnisse vervollkommnen, wo sie aber auch in der Entwicklungshilfe tätig werden möchte.

Streiflichter-Ausgabe vom 24.7.2013

Von Eberhard Gronau

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