Der Ruhepol in hektischen Zeiten

„Wellcome“-Engel Sabine Brathe unterstützt Familie Rath bei den Drillingen

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Halten ihre Eltern Tobias und Maite Rath auf Trab: die Drillinge Luca, Noah und Amelia. Auf dem Foto fehlt ihre große Schwester Elea.

Buldern. „Schau mal, Noah krabbelt“, sagt Maite Rath freudestrahlend zu ihrem Mann Tobias. Solche Fortschritte genießen viele Eltern. Doch nicht hoch drei! Denn sein Drillingsbruder Luca kann schon krabbeln und „sortiert“ in einem fast unbeobachteten Augenblick die Windeln. Ihre Drillingsschwester Amelia schaut sich nahezu stoisch das Schauspiel ihrer Brüder an. Das Leben ihrer Eltern und ihrer großen Schwester Elea, die bald in die Grundschule geht, haben die 13 Monate alten Drillinge auf den Kopf gestellt.

„Ich war geschockt“, erzählt Maite Rath von ihrer ersten Reaktion, als sie erfuhr, dass sie Drillinge bekommt. Geahnt hat es die gelernte Kinderkrankenschwester schon, dass mehr als ein Kind unterwegs ist. Doch gleich drei!

„Ich war geschockt“, erzählt Maite Rath von ihrer ersten Reaktion, als sie erfuhr, dass sie Drillinge bekommt. Geahnt hat es die gelernte Kinderkrankenschwester schon, dass mehr als ein Kind unterwegs ist. Doch gleich drei!

Nicht jeder habe laut Sabine Brathe das Glück, die Familie direkt vor Ort zu haben und von ihr unterstützt zu werden. Doch bei Drillingen reicht selbst diese manchmal nicht mehr aus.

Maite Rath ist froh, dass Sabine Brathe einmal die Woche kommt, um mit ihren Drillingen rund drei Stunden spazieren zu gehen. „Feste Zeiten gibt es nicht, wir stimmen uns ab“, so Sabine Brathe. Die 48-Jährige freut sich, dass sie parallel zu ihrem 450-Euro-Job noch als „wellcome“-Engel mit den Kindern unterwegs sein kann oder, wie sie sagt, „für ein paar Stunden ausleihen kann“.

Während „wellcome“-Engel Sabine Brathe mit den Drillingen unterwegs ist, haben die Eltern eine kleine Verschnaufpause.

Maximal ein Jahr lang ist sie grundsätzlich bei den Familien, manchmal auch kürzer. Es komme vor, dass entgegen anfänglicher Einschätzung auch keine Unterstützung benötigt wird. Wichtig sei laut Sabine Brathe, dass die Chemie stimme. Das wurde ihr mal bei einer Zweijährigen deutlich, die sie beaufsichtigen sollte. „Die Kleine war so perplex und sagte: .Nee, will ich nicht!’“, erinnert sich Sabine Brathe. Doch damit kann sie – Mutter von zwei Söhnen (17 und 18 Jahre) – umgehen. Jedes Kind sei eben anders, wie die Rath-Drillinge: einer forsch, draufgängerisch oder auch zurückhaltend skeptisch.

Wenn sie ihre Runden, vorwiegend um den Bulderner See, dreht, dann macht es Sabine Brathe wie mit ihren eigenen Kindern. Viel sprechen und erklären! Doch häufig schlafen die drei Kleinen an der frischen Luft ein. Wie lange sie schlafen sollen, da richtet sie sich strikt nach den Wünschen der Eltern. „Ich möchte nichts am Tagesablauf durcheinanderbringen“, betont Sabine Brathe. Es sei wichtig, ein Feingefühl für verschiedene Menschen zu haben, um zu wissen, wie weit man gehen darf.

Bis dato genießt sie die Zeit mit den Drillingen Noah, Amelia und Luca, die inzwischen auch die Spielplätze in der Nähe des Elternhauses gemeinsam mit ihrem „wellcome“-Engel entdeckt haben.

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