Bewahrung des kulturellen Erbes

Villa Püttmann erhält Denkmalplakette

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Sandra und Markus Meisel freuen sich gemeinsam mit ihrer kleinen Tochter Josefine über die Denkmalplakette für ihr Haus.

Dülmen. Die Villa Püttmann ist ab sofort ein Baudenkmal: Die Eigentümer, Sandra Meisel und Dr. Markus Meisel, bekamen von Kirsten Apke-Lobmeyer die Denkmalplakette überreicht. Im Namen der Landesregierung wird sie für den Erhalt des Baudenkmals und die Bewahrung des kulturellen Erbes verliehen. „Aus Sicht des Denkmalschutzes sind Sie ein absoluter Glücksfall“, freute sich die Apke-Lobmeyer von der Stadt Dülmen. So hätten die neuen Besitzer von Anfang an das Haus und seinen ganz eigenen Charakter zu schätzen gewusst und bei der Sanierung sehr genau darauf geachtet, diesen besonderen Charme zu erhalten.

Die Villa Püttmann zählt zu den besterhaltensten und qualitätsvollsten Beispielen für die Zwischenkriegsjahre in Dülmen. Sie wurde 1931 am Nonnenwall, dem Bereich des ehemaligen Stadtgrabens erbaut. Das Besondere: Sie vereint traditionelle und moderne Elemente harmonisch miteinander. Eher konservativ-traditionell ist das Raumprogramm: So gibt es ein Herren- und Speisezimmer im Erdgeschoss und ein Dienstmädchenzimmer im Dachgeschoss. Die Fassade besticht dagegen durch die Verbindung von expressionistischen Elementen und Einflüssen des Bauhausstils. Die Fassadenbehandlung mit dem bunten, stark bewegt vermauerten Backstein und den Übereck angelegten Fenstern mit den vorkragenden und umlaufenden Fensterbänken aus Beton sowie die Drillingsfenster weist Stilelemente des Expressionismus sowie des neuen Bauens auf. Auch die im Detail zurückgenommene Gestaltung des Nebeneingangs bezeugt diese Epoche.

Bei der Renovierung des Gebäudes orientierten sich Sandra und Markus Meisel sehr stark am Bestand und schufen mit viel Sensibilität und Liebe zum Detail ein Zuhause für sich und ihre kleine Tochter Josefine.

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