Verdacht auf Blindgänger auf Trützschler-Gelände wird am 13. November untersucht

+
Für die mögliche Entschärfung wäre eine Evakuierung aller Gebäude in einem Radius von voraussichtlich 250 bis 500 Metern um den Fundort erforderlich.

Dülmen. Auf dem Gelände der Firma Trützschler an der Halterner Straße ist im Zuge einer routinemäßigen Luftbildauswertung und anschließenden Sondierungsbohrung ein Verdacht auf einen Blindgänger aus dem zweiten Weltkrieg festgestellt worden. Der Verdachtspunkt liegt in 4,5 Meter Tiefe.

Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes der Bezirksregierung Arnsberg werden am kommenden Montag, 13. November, das Erdreich über dem Verdachtspunkt abtragen, um zu überprüfen, ob es sich tatsächlich um eine Bombe handelt. Sollte sich der Verdacht bestätigen, muss der Blindgänger entschärft werden. Dies soll dann direkt am Montag geschehen. Stadtverwaltung, Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienst und DRK bereiten sich aktuell auf diesen Fall vor.

Für die Entschärfung wäre eine Evakuierung aller Gebäude in einem Radius von voraussichtlich 250 bis 500 Metern um den Fundort erforderlich (siehe Luftbild). Im potentiell betroffenen Evakuierungsbereich befinden sich neben Wohngebäuden, Geschäften und Firmen auch mehrere Seniorenheime. Die Pflegedienstleitungen sind bereits über die Situation in Kenntnis gesetzt worden. Anlieger der möglichen Evakuierungsgebiete werden ab Freitag, 10. November, über eine Postwurfsendung informiert. Sie werden darum gebeten, sich darauf einzustellen, dass sie am Montag möglicherweise für einige Zeit ihre Wohnungen verlassen müssen beziehungsweise diese nicht erreichen können. Genauere Uhrzeiten können derzeit leider noch nicht benannt werden.

Für Personen, die während einer möglichen Evakuierung nicht bei Freunden, Verwandten oder anderswo unterkommen können, wird es einen Aufenthaltsraum am Schulzentrum (Clemens-Brentano-Gymnasium) geben. Um die Örtlichkeiten für diesen Fall vorbereiten zu können, bleibt das CBG-Gymnasium am Montag, 13. November, geschlossen! Menschen, die ohne Hilfe nicht in der Lage sind, ihre Wohnung zu verlassen, werden gebeten, sich am Montag, 13. November, ab 8 Uhr unter folgender Telefonnummer in der Feuer- und Rettungswache zu melden: (02594) 12777. Im Falle einer Evakuierung werden sie von dort Hilfe bekommen. Das Ordnungsamt der Stadt Dülmen weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es am Montag aufgrund der Situation nicht durchgängig erreichbar sein wird.

Im Falle der Evakuierung ist auch das Polizeidienstgebäude am Hüttenweg betroffen. Für die Dauer der Sperrung sind Polizeibeamte im Einsatzraum in bewährter Manier für die Bürgerinnen und Bürger ansprechbar. Die Erreichbarkeit des Notrufes 110 und auch des Amtsanschlusses der Polizei in Dülmen unter der Rufnummer (02594) 7930 ist sichergestellt.

Die Stadt Dülmen wird ab Montag über ihre Internetseite www.duelmen.de sowie über die örtlichen Medien informieren, sobald es neue Erkenntnisse gibt. Nutzer der Dülmen-App „Dülmen – Mein Revier“ (kostenlos verfügbar im App Store und Google Play Store) erhalten per Push-Nachricht alle aktuellen Informationen. Sollte es zu einer Evakuierung kommen, wird es im betroffenen Bereich auch Lautsprecherdurchsagen geben.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare