Neue Räumlichkeiten Auf dem Quellberg

Umzug abgeschlossen: Mehr Platz für die Deutsche Post in Dülmen

Dülmen Deutsche Post Umzug
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Die Mitarbeiter der Deutschen Post in Dülmen sind froh, durch die neuen Räumlichkeiten nun optimale Arbeitsbedingungen zu haben.

Dülmen. Schnell ging der Umzug von der Lüdinghauser Straße zu Auf dem Quellberg 10 vonstatten, sodass der laufende Betrieb nicht unterbrochen musste: Für ein Unternehmen wie die Deutsche Post ein Muss, denn täglich werden die Bürger aus Dülmen und Umgebung mit Briefen und Paketen versorgt. Nun geschieht dies gebündelt vom neuen Zustellstützpunkt, wo insgesamt 69 Zusteller arbeiten.

Im Dülmener Kernbereich sind pro Straße zwei Zusteller unterwegs: jeweils ein Brief- und ein Paketzusteller, sechs Personen insgesamt. Hinzukommen 31 Verbundzusteller, die mit dem Auto Briefe und Pakete bringen. Diese versorgen den Bereich von Dülmen mit über 23 000 Haushalten auf circa 180 Quadratkilometern an sechs Tagen in der Woche zuverlässig und überall mit Briefen und Paketen. 

Im Durchschnitt werden so täglich rund 25 000 Briefe und 2 500 Pakete bearbeitet. Dabei verändert sich die Branche am laufenden Band. Der Paketmarkt boomt und ist im Jahresvergleich um circa 7 bis 8 Prozent gestiegen. „2020 wird es aufgrund von Corona noch mehr sein. Und eine Wende ist aufgrund des E-Commerces auch so schnell nicht abzusehen. Die Tendenz geht weiter nach oben“, erklärt Rainer Ernzer, Pressesprecher der Deutschen Post. Anders sieht es aktuell bei den Briefen aus. Die Briefzustellung schrumpft um circa 1,5 bis 2 Prozent. Auch die Postfächer, die nun ebenfalls Auf dem Quellberg 10 zu finden sind, werden weniger genutzt. „Für Firmen, die bereits morgens wichtige Briefe und Rechnungen erhalten möchten, sind sie allerdings weiterhin attraktive“, so Ernzer.

Aktuell wird aufgrund der Corona-Pandemie innerhalb von zwei Wellen bei der Deutschen Post gearbeitet. Auf diese Weise treten nicht so viele Mitarbeiter miteinander in Kontakt. Die erste „Schicht“ startet um 7.15 Uhr, während die zweite Welle an Kollegen um 10.15 Uhr mit der Arbeit beginnt.

Alte Poststelle wurde mit der Zeit zu klein

So langsam wurde es eng beim Zustellstützpunkt der Deutschen Post an der Lüdinghauser Straße in Dülmen. Schon vor einiger Zeit wurde deswegen aus Platzgründen die Brief- und Paketzustellung räumlich voneinander getrennt: Die Paketzustellung zog um in eine Halle. Jetzt wurden mit dem Umzug der Deutschen Post Auf dem Quellberg 10 wieder beide Stellen vereint und die Mitarbeiter der Post finden mit den neuen Räumlichkeiten optimale Arbeitsbedingungen vor.

Problematisch waren am alten Standort auch die zwei Ebenen. Alle Briefsendungen mussten mit einem alten Lastenaufzug in den Ersten Stock gebracht werden, dort an den Zustelltischen feinsortiert und schließlich wieder mit dem Aufzug nach unten gebracht werden. Dies ist in der ebenerdigen neuen Halle nun anders. Sie hat eine Größe von insgesamt 1 200 Quadratmetern und wurde eigens für die Nutzung durch die Post unterteilt in etwa zwei Mal 600 Quadratmetern. In der einen Hälfte stehen unter anderem Dutzende Zustelltische, auf der anderen Seite erfolgt die Paketlogistik. Die gesamte Ausstattung der Halle von 1990 wurde erneuert: von der Beleuchtung, über die Beheizung bis hin zu Fenstern und praktischen Laderampen für die LKW.

Hinzukommt das Außengelände mit einer Gesamtfläche von rund 6 000 Quadratmetern und damit jeder Menge Platz für die Fahrzeuge. Ein Luxus, den es am alten Standort nicht gab. Neben den 45 Stellplätzen für die in Zukunft auf Elektrobetrieb umgestellte Fahrzeugflotte der Deutschen Post sind zusätzlich auch noch weitere Parkplätze für die Autos der Mitarbeiter vorhanden.

Für Martina Geilman, die 28 Jahre an der Lüdinghauser Straße arbeitete, ist der Umzug positiv, aber auch mit melancholischen Gefühlen verbunden: „Der Zustellstützpunkt an der Lüdinghauser Straße gehörte schon zum Alltag hinzu. Wir hatten uns daran gewöhnt.“ Über die nun erleichterten Arbeitsbedingungen freut sie sich allerdings: „Es ist toll, dass das Team jetzt wieder vereint ist und vom gleichen Standort aus arbeiten kann.“

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