Ein großer Segen für Kinder in Not

Über 500 Sternsinger waren allein auf dem Gebiet der Stadt Dülmen unterwegs

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Eine stolze Zahl Sternsinger wurde am Freitag in der Viktorkirche ausgesandt. Von dort zogen die Kaspare, Melchiore und Balthasare mit ihren Sternen los, um Segen zu den Menschen zu bringen und Geld für Kinder in Not zu sammeln.

Dülmen. Die Aktion Dreikönigssingen ist, wie das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ e.V. in Aachen sagt, die weltweit größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder. Auch auf dem Stadtgebiet Dülmen zogen in diesem Jahr über 500 Kinder und Jugendliche durch die Straßen und Bauerschaften, überbrachten mit Gesängen und Gedichten den Neujahrssegen und sammelten Geld für Kinder in Kriegs- und Entwicklungsgebieten.

Bei Dülmens größter Sternsinger-Aussendungsfeier, die am Freitag in der Viktorkirche stattfand, waren alle Bänke besetzt mit Königen, Sternträgern, Eltern und Großeltern. Vorbereitet hatte den Gottesdienst das Sternsinger-Betreuerteam aus Heilig Kreuz in Kooperation mit Pastoralreferent Christian Rensing aus St. Viktor. 

Wie kann Frieden in der Welt erreicht werden, mit welchem persönlichen Verhalten. Das ist Gottesdienst-Hauptthema. Teilweise durchwachsenes Wetter erwartete die Mädchen und Jungen auf ihrem Weg durch die Straßen der Gemeinden. Trotz Regen hielten die meisten aber durch und gingen von Tür zu Tür. 

Allein in den Gemeindeteilen St. Viktor und St. Joseph sind dieses Jahr 135 Sternsinger unterwegs. Für sie laufen die organisatorischen Fäden im Pfarrheim St. Joseph zusammen. „Manchmal kommen mehrere Anrufe auf einmal hier rein – einmal hatte ich acht in der Warteschlange“, sagt Patric Thomas Pereira, der zusammen mit Patrick Alfschnieder und Jennifer Gerdemann separat im kleinen Raum an Laptops sitzt – es hat was von „Lagezentrum“. Per Beamer ist eine Tabelle mit den Daten der 36 Sternsingergruppen, die unterwegs sind, an die Wand projiziert. Das Sammelergebnis jeder Gruppe wird in die Tabelle eingetragen. Drei- und vierstellige Summen. Und eine zweistellige. 95 Euro. Die Sternsingergruppe war nach zwei Stunden platt und müde und hat Feierabend gemacht, ist zu hören. 

Am Ende der Sternsingeraktion in St. Joseph und St. Viktor steht eine Summe von 16 168,37 Euro für Kinder im Krisengebiet Libanon/Syrien. Grund, stolz zu sein. Für Spaghetti und Soßen im Pfarrheim St. Joseph sorgen Elisabeth Vagedes und Birgit Kuhlage. Im Vergleich zu früheren Jahren kommen diesmal aber weniger Sternsinger – etwa 20 – zum Essen – die meisten machen Mittagspause bei Sternsingereltern zu Hause. Aber auch das Betreuerteam will versorgt sein. Und auch diejenigen, die die Sternsinger mit geleerten Sammeldosen versorgen. Während die Sternsinger St. Joseph und St. Viktor am vergangenen Sonntag 11 Uhr in St. Joseph Abschlussmesse feiern, ist in Heilig Kreuz bereits Samstag in der 17-Uhr-Messe Abschluss. 

Vier Mal erhalten die Sternsinger auf den Stufen hinterm Altar Applaus – spontan etwa, als Ingrid Weppelmann vom Sternsinger-Betreuerteam von dem Sammelzwischenstand 14 500 Euro berichtet. Auch in den anderen katholischen Gemeinden in Dülmen sind Sternsinger unterwegs. In Buldern rund 60. Sie sammeln 8 130,91 Euro. In Hiddingsel kommen 4 359,38 Euro zusammen. Ein großer Segen für die Empfänger.

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