„TanDü“ zeigt am 12. und 13. Dezember Weihnachtsmärchen im Konzert Theater Coesfeld

Pas de deux: Igor Volkovskyy und Gesa Grabowsky.

Dülmen/Coesfeld (SL). „Ich kann es kaum erwarten, dieses wohlbekannte Kribbeln im Bauch kurz vor dem Auftritt zu fühlen und die Erleichterung und Freude nach dem Finale, wenn man weiß, wofür sich die ganze harte Arbeit gelohnt hat. Durch ,Claras Traum’ geht für mich ein Mädchentraum in Erfüllung“, erzählt Julia Terlau aufgeregt.

Am 12. und 13. Dezember steht Julia mit 76 weiteren Akteuren auf der Bühne des Konzert Theater Coesfeld.

Gemeinsam präsentieren sie „Claras Traum“, die Geschichte vom „Nussknacker“ in ihrer eigenen Choreografie. In den Hauptrollen des Stücks tanzen die Mitglieder des Tanztheaters Dülmen „TanDü“, unterstützt werden sie von Schülerinnen aus fünf weiteren Tanzklassen des Trägervereins, der „Kulturoffensive e.V.“ sowie einigen schauspielerischen Statisten.

Julia Terlau tanzt die Nussknacker-Puppe, die männliche Hauptrolle, den menschgewordenen Nussknacker, übernimmt der russische Tänzer Igor Volkovskyy. Antje Leushacke-Berning hat die künstlerische Gesamtleitung. Ihr ist die Herausforderung bewusst, ein solches Ballettstück mit Laientänzern neu zu inszenieren, dennoch „haben wir auch große Freude an dieser so wunderbar weihnachtlichen Geschichte und ich denke, wir haben in unseren Choreografien eine Bewegungssprache gefunden, die dem Können unserer jungen Tänzer entspricht und sie authentisch bleiben lässt“, erklärt die Tanzpädagogin Antje Leushacke-Berning.

Die jüngsten Tänzer sind zehn Jahre, die ältesten Ende dreißig. Es tanzen Schüler, Studenten, Referendare, Lehrer, Berufstätige sowie Frauen in Familienpause – und „es funktioniert wunderbar“, erklärt die Choreografin. Auch durch die hervorragende Unterstützung des Berufstänzers Nwarin Gad, der das „TanDü“ und seine Leiterin Antje Leushacke-Berning unterstützt und auch als Supervisor eng mit ihr zusammen arbeitet.

Igor Volkovskyy, der die Hauptrolle des Nussknackers tanzt und als Profitänzer das Projekt unterstützt, ist mit großer Leidenschaft bei der Sache. Das Tanzen ist schließlich eine Berufung und auch Igor ist der Meinung: „Jeder trägt die Fähigkeit zu tanzen in sich. Natürlich können auch Tänzer, die nicht professionell ausgebildet sind, schöne Stücke auf die Bühne bringen, und es ist für mich als Berufstänzer eine Freude, ihre Liebe zur Tanzkunst zu erleben. Zudem macht es mir einfach Spaß, sie zu unterstützen, ihnen vielleicht auch fachliche nützliche Tipps geben zu können und zu sehen, wie ,Claras Traum’ immer mehr Gestalt annimmt.“

Im Mittelpunkt der getanzten Geschichte (ab sieben Jahre) steht das Mädchen Clara, das am Weihnachtsabend mit einem Nussknacker beschenkt wird. Dieser erwacht in Claras Traum zum Leben, verwandelt sich in einen Prinzen und kämpft gegen das Heer des Mäusekönigs. Sie reisen in das Reich der Zuckerfee, die zu Ehren des Paares ein Fest mit Gästen aus vielen Ländern gibt.

170 zauberhafte Kostüme sind in Eigenleistung und von vielen ehrenamtlichen Helfern eigens dafür genäht und gebastelt worden. Das dem Stück angepasste Bühnenbild ist von Petra Grosche entworfen worden.

Die Freude am Tanz ist der Lohn aller Beteiligten dieses Tanzprojekts. Die Förderung von ‚soft Skills’ und von Durchhaltevermögen, um sich am Ende über den Erfolg freuen zu können, das sind die wichtigsten und wertvollsten Erfahrungen fürs Leben, die Leushacke-Berning allen mitgeben möchte. Genauso wie die Attribute Solidarität und Hilfsbereitschaft. Konkurrenzdenken hat keinen Platz in ihrer Tanzgruppe.

„Ich wollte immer schoneinmal mit dem ,TanDü’ auf der Bühne im Konzert Theater stehen – jetzt ist es soweit. Es ist ein total schönes Gefühl, bei diesem Stück mitzuwirken. Wir freuen uns alle darauf, dem Publikum unsere Version der Geschichte von Clara und dem Nussknacker zu zeigen“, schwärmt Tänzerin Lena Sultz.

Karten gibt es zum Preis von 16 Euro (ermäßigt 8 Euro) unter anderem in Streiflichter-Geschäftsstellen in Dülmen (Königswall 6) und Coesfeld (Kupferstraße 20).

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