Stremlau zu Bauprojekten: Rückblick nach fast zehnjähriger Amtszeit und Ausblick

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Lisa Stremlau mit IGZ-Projektleiter Gerd Gröschl vor der Großbaustelle IGZ „einsA“.

Dülmen. Die Streiflichter befragten Bürgermeisterin Lisa Stremlau, die im Oktober zehn Jahre ihr Amt bekleidet, zu den Bauprojekten in Dülmen und zu Eindrücken ihrer bisherigen Amtszeit.

„Dülmen befindet sich im Auf- und Umbruch. Es ist aktuell sehr viel in Bewegung. Das Intergenerative Zentrum ‚einsA’, das im kommenden Jahr eröffnet wird, ist dafür ein gutes Beispiel. Besonders am Herzen liegt mir, und sicherlich auch vielen Bürgerinnen und Bürgern, die Neugestaltung unseres Bahnhofs. Mit dem Projekt ‚Klimagerecht mobil unterwegs’ wird das gesamte Areal unter den Aspekten Klimaschutz und nachhaltige Mobilität neu gedacht und entwickelt. Das ist ein herausragendes Vorhaben, auf das sich viele Menschen freuen“, so Lisa Stremlau.

Was man noch anpacken müsse wäre beispielsweise die Frage, wie Dülmens Einzelhandel in der Innenstadt gehalten und gestärkt sowie Leerstände vermieden werden könnten. „Das Thema Innenstadt müssen wir neu denken, denn der immer weiterwachsende Online-Handel bedroht die Existenz vieler Einzelhändler.“ Als weiteres wichtiges Vorhaben werden gemeinsam mit dem Kreis Coesfeld die Pläne für eine kombinierte Feuer- und Rettungswache entwickelt, und: „Abseits von den Bauprojekten möchten wir im Spätsommer mit der Stadtstrategie einen Prozess beginnen, in dem wir gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern darüber nachdenken, wie Dülmen sich gut für die Zukunft aufstellen kann, damit sich Menschen hier wohl und heimisch fühlen.“

Rückblickend auf ihre fast zehnjährige Amtszeit waren ihr die Gespräche und Begegnungen mit vielen unterschiedlichen Menschen immer besonders wichtig und prägend. „Das bleibt auf jeden Fall positiv in Erinnerung. Natürlich auch das Stadtjubiläum 2011: Die 700-Jahrfeier war etwas Besonderes.“ Kritik äußert Lisa Stremlau an der Art und Weise, wie mit Vertretern aus Politik und Verwaltung zum Teil umgegangen wird. „Mit Beschimpfungen, Verunglimpfungen und Häme wird vor allem in sozialen Netzwerken eine Anti-Stimmung aufgebaut. Wir sollten uns alle für ein respektvolles Miteinander einsetzen.“

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