Die Stadt Dülmen erhielt bei bundesweitem Integrationswettbewerb einen mit 25 000 Euro dotierten Preis

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Herbert Wies (rechts) erhält aus den Händen des Staatssekretärs Dr. Markus Kerber eine „100%“ – symbolisch für die Tatsache, dass in Dülmen alle zugewiesenen Kinder und Jugendlichen einen Kindergarten- bzw. einen Schulplatz an den städtischen Schulen und den Berufskollegs erhalten haben.

Berlin/Dülmen. Auch Dülmen zählt zu den Preisträgern des Bundeswettbewerbs „Zusammenleben Hand in Hand – Kommunen gestalten“. Stellvertretend nahm Herbert Wies, Fachbereichsleiter für Arbeit, Soziales, Ehrenamt und Senioren der Stadt Dülmen, in Berlin den Preis entgegen.

Im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat in Berlin wurden am Montag 21 Städte, Gemeinden und Landkreise für ihre vorbildlichen Aktivitäten zur Integration von Zuwanderern und der Förderung des Zusammenlebens vor Ort ausgezeichnet. Auch die Stadt Dülmen durfte sich über eine Auszeichnung freuen – in der Kategorie „Hervorragende strategische Aktivitäten“. 

„Dass die gemeinsamen Anstrengungen und Leistungen der Akteure in Dülmen in einem solchen Rahmen Anerkennung finden, ist schon etwas ganz Besonderes“, sagte Wies. Der erstmals ausgelobte Wettbewerb soll die in der kommunalen Integrationsarbeit Tätigen in ihrer Arbeit ermutigen und stärken. Die unabhängige Jury zeigte sich von dem Ansatz Dülmens überzeugt, in dem die Stadt zusammen mit vielen Unterstützern sowohl strukturelle als auch projektbezogene Lösungen entwickelt hat. Beispiele hierfür sind die Sprachkursangebote in Zusammenarbeit mit der VHS oder auch die Organisation interkultureller Veranstaltungen oder das Quartiersmanagement mit einem Stadtteilbüro im Haverland. 

Bei der Stadtverwaltung wurde 2015 die zusätzliche Abteilung Integration etabliert, zudem entstand ein Integrationskonzept. Wie erfolgreich die gemeinsame Arbeit bisher ist, zeigt sich beispielsweise in der Versorgung der Kinder und Jugendlichen. So konnten die der Stadt Dülmen zugewiesenen Flüchtlingskinder im Alter zwischen 3 und 6 Jahren alle mit einem Kindergartenplatz versorgt werden. Alle schulpflichtigen Kinder und Jugendlichen erhielten einen Platz an den städtischen Schulen und den Berufskollegs. Als Symbol für diese 100-prozentige Versorgung erhielt Herbert Wies bei der Auszeichnung eine „100 %“ aus den Händen des Staatssekretärs Dr. Markus Kerber. Mit dem Preis ist eine Prämie von 25 000 Euro verbunden. Das Geld soll im Bereich Integration Anwendung finden. Bürgermeisterin Lisa Stremlau wird beim nächsten Vernetzungstreffen gemeinsam mit den Akteuren die weitere Verwendung besprechen. 

Mehr als 140 Beiträge waren bei dem vom Deutschen Institut für Urbanistik (Difu) betreuten und von den kommunalen Spitzenverbänden und dem Bundesverband Deutscher Stiftungen unterstützten Wettbewerb eingereicht worden.

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