Spannende 60er/70er – Dülmener Zeitzeugen schrieben und lesen Texte

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Auch Hans Ramberg (links) und Georg Guballa werden am Freitag, 22. Februar, im DJK-Clubhaus aus ihren Texten lesen, die sie für den Sammelband beigesteuert haben.

Dülmen. „Das waren Zeiten! Dülmen in Geschichten und Bildern aus 60 Jahren (1958 – 2018)“ So lautet der Titel eines 468-seitigen Sammelbands, in dem Erinnerungen von 35 Zeitzeugen aus Dülmen nachzulesen sind. Herausgegeber des Buchs, das bei Books on Demand erschienen und als gedrucktes Buch und als E-Book erhältlich ist, ist der Lettera-Tour-Treff e.V.

„Ich hatte schon länger vor, dieses Projekt anzugehen. Im vergangenen Jahr nun wurde es etwas“, so Dolores C. Tannwitz, Vorsitzende des Vereins. Auch über die sozialen Netzwerke ging die Idee zu diesem Buch bis weit über Dülmen hinaus, und viele lieferten Beiträge; sogar aus Hamburg, Freiburg und den USA kamen Texte und Bilder. „Inzwischen haben wir auch schon 200 Seiten Material für einen zweiten Band. Wir freuen uns aber noch über weitere Texte, Fotos, Dokumente und Stichpunkte, die an meine Adresse museval@aol.com geschickt werden“, so Dolores C. Tannwitz.

Am Freitag, 22. Februar, ist ab 14.30 Uhr im DJK-Clubhaus in Dülmen (Hülstener Straße 121) Treffen von Autoren des Buchs, und zwischen 16 und 18 Uhr lesen verschiedene Autoren jeweils 15 Minuten aus ihren Texten. Bis etwa zur Pause um 16.45 Uhr lesen Willi Dommer, Bernadette Gharbi und Georg Guballa, und ab etwa 17 Uhr lesen Hans Ramberg, Konrad Singer, Dolores Tannwitz und Vinay Lovermann. Ab 19.30 Uhr spielt die Band „Albatros“ auf.

„Die Veranstaltung ist öffentlich – wer möchte, ist herzlich dazu willkommen“, so Georg Guballa, der in dem Buch über die Aktivitäten der in Dülmen legendären Schülerzeitschrift „Raster“ geschrieben hat, in der er als Schüler des Clemens-Brentano-Gymnasiums Ende der 1960er, Anfang der 1970er Jahre die Redaktion leitete. Sogar zu einer halbstündigen ZDF-Sendung hatte es die politisch rührige Zeitung gebracht, deren Akteure sich etwa für die Öffnung des Schlossparks und für den Wildpark-Erhalt engagierten.

Über seine Kindheit in Dülmen berichtet Hans Ramberg, dessen Großvater mütterlicherseits Milch auslieferte und dessen Großmutter in einem kleinen Geschäft Milch verkaufte. „Es war eine tolle Zeit – ohne Handy und Helikopter-Eltern“, schmunzelt Hans Ramberg.

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