Schulpaten gesucht bei Infoabend der ÖFID am 18. Januar

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Hoffen auf weitere Mitwirkende beim Projekt Schulpaten: Günter Otto, Paula Wachsmann-Schlüter, Dörthe Schilken und Gabi Schroer (von links) von der ÖFID. Sie bilden das Koordinierungsteam für das Schulpaten-Projekt.

Dülmen. Die deutsche Sprache erlernen – das ist die Basis für eine gelingende Integration. Daher erfahren Kinder von geflüchteten Personen auch in Dülmen eine besondere Förderung in der Schule durch Deutsch-alsZweitsprache-Förderstunden. Die Ökumenische Flüchtlingsinitiative Dülmen (ÖFID) unterstützt dies mit ehrenamtlichen Schulpaten – und würde sich freuen, wenn sich weitere Dülmenerinnen und Dülmener daran beteiligen. Daher lädt sie zu Donnerstag, 18. Januar, 19 bis 20 Uhr, zu einer Informationsveranstaltung zum Thema Schulpaten in das Evangelische Gemeindezentrum (Königswall 7) ein.

„Es macht Spaß, mit den Schülerinnen und Schülern sprechen und schreiben zu üben oder auch mal Matheaufgaben mit ihnen zu machen“, berichtet Günter Otto. Er ist einer der sechs Schulpaten an der Augustinus-Grundschule und betreut dort sechs Flüchtlingskinder, die diese Stunden oft regelrecht genießen: „Die Kinder sind so dankbar und fleißig – und lernen ungemein schnell“, so Günter Otto, der bis zu seinem Ruhestand im Ruhrgebiet Realschullehrer war. Seit einiger Zeit engagiert er sich als Schulpate und koordiniert die Arbeit der Schulpaten an der Augustinus-Schule.

Natürlich profitiert er von seinem Erfahrungsschatz als Lehrer. „Schulpaten müssen aber keineswegs aus dem Lehrberuf kommen. Vielmehr ist das, was die Schulpaten machen, mit dem vergleichbar, was sonst Eltern mit ihren eigenen Kindern machen, wenn sie zu Hause mit ihnen üben – und springen damit da ein, wo die Flüchtlingseltern aufgrund ihrer eigenen, oft noch nicht so weit entwickelten deutschen Sprachkenntnisse passen müssen“, macht Dörthe Schilken von der ÖFID deutlich. Zusammen mit Paula Wachsmann-Schlüter vom Fachdienst Integration & Migration des Kreiscaritasverbands, Günter Otto und Gabi Schroer, Lehrerin an der Paul-Gerhardt-Grundschule, koordiniert sie das Projekt Schulpaten.

Das kommt bei den Grundschulen außerordentlich gut an. So schreibt Thomas Sudeik, Leiter der Augustinus-Schule, an der zehn der 25 Flüchtlingskinder von Schulpaten betreut werden: „Stetig wachsende Lernfortschritte der Kinder spiegeln die Wirkung des Einsatzes der Schulpaten wider. Dafür ist die Augustinus-Schule sehr dankbar und bittet herzlich darum, weiter die Schulpatenaktivitäten zu unterstützen.“ Vor allem die Individualität der Förderung sei segensreich. Und Miriam Böck, Klassenlehrerin an der Schule: „Die Arbeit der Schulpaten unterstützt uns in besonderem Maße und ist für uns von sehr großem Wert.“ Das Erlernen des alltäglichen Wortschatzes, der Buchstabenlehrgang und individuelle Leseübungen – für das, was die Schulpaten mit ihren Schützlingen machen, gibt es von den Lehrern Infos und Materialien.

Ähnlich viele (28) Kinder von Flüchtlingen werden in den Willkommensklassen der Paul-Gerhardt-Grundschule unterrichtet. Auch hier sind zehn Flüchtlingskinder prädestiniert für eine Förderung durch Schulpaten. „Es wäre toll, wenn wir hierfür noch weitere Ehrenamtliche fänden“, so Dörthe Schilken.

zum Thema Schulpaten:

• ein bis drei Mal pro Woche je 60 Minuten (40 bis 45 Minuten „Üben“)

• mit ein bis zwei Kindern

• Materialien und Aufgaben stellen die Lehrer

• vormittags oder nachmittags (bis 16 Uhr) nach Wahl

• Ehrenamtler müssen keine Lehrer sein

• Schulungen durch Lehrer und ÖFID

• Testphase von 4 Wochen

• Inhalte sind: Lesen, Schreiben, eventuell etwas Mathematik

• Grundschulen: Paul-Gerhardt-, Augustinus- und Anna-Katharina-Emmerick-Grundschule

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