Norderweiterung des Tagebaus

Quarzwerke streben Erweiterung an

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Dr. Thomas Pütter (Leiter Rohstoffsicherung, von rechts), Pressesprecherin Britta Franzheim und von den Halterner Quarzwerken Reinhard Heine (Betriebsleiter Produktion).

Haltern. In einer Beamerschau informierten Dr. Thomas Pütter, Leiter Rohstoffsicherung und Compliance sowie Britta Franzheim, Diplom-Biologin, Unternehmenskommunikation, von der Quarzwerke-Zentrale in Frechen über die Pläne des Unternehmens für das Werk Haltern am See. Dabei stellte Dr. Pütter auch das Quarzwerke-Gesamtunternehmen näher vor.

„Schwerpunkt unseres Unternehmens sind die Gewinnung und Veredelung von Industriemineralien aus eigenen hochwertigen Lagerstätten“, erklärte er. Die Quarzwerke-Gruppe ist ein Familienunternehmen und wurde 1884 gegründet. Im Halterner Werk werden pro Jahr etwa zwei Millionen Tonnen hochreine Quarzsande gefördert. Hier sind zurzeit 70 Mitarbeiter und sechs Auszubildende beschäftigt. „Haltern ist eine sehr gute Lagerstätte und der größte Standort für Quarzsande in der Quarzwerke-Gruppe. Die Qualität und Mengen hier sind einzigartig. Es ist auch ein bedeutendes Werk für den Industrierohstoff Quarzsand in Deutschland“, hieß es. 

Die Halterner Quarzsande werden größtenteils in der Gießereiindustrie als Formsande verwendet, ein kleinerer Teil geht in die Glasindustrie. Die Gießereianwendungen erfordern erhebliche Investitionen in Aufbereitung und Tagebautechnik. Das geplante Investitionsvolumen von 2015 bis 2020 liege bei einem deutlich zweistelligen Millionenbetrag. „Wir brauchen Planungssicherheit, damit sich die Investitionen lohnen“, erklärte Pütter. Dadurch würde der Standort für 25 bis 30 Jahre gesichert. Vorgesehen ist eine Norderweiterung des Tagebaus um 87 Hektar zum Teil auf dem ehemaligen WASAG-Gelände zwischen dem Silbersee I und Silbersee II und etwa zwei Drittel der weiteren Fläche erstreckt sich nördlich bis zur Autobahn. 

Erforderlich sind dafür zwei Verfahren: einmal die Änderung des Gebietsentwicklungsplans, Teilabschnitt Emscher-Lippe sowie ein neuer Rahmenbetriebsplan nach dem Bundesberggesetz (Planfeststellung mit Umweltverträglichkeitsprüfung, UVP). Für die Änderung des Gebietsentwicklungsplans ist eine Öffentlichkeitsbeteiligung vom 3. Februar bis einschließlich 6. April vorgesehen. Für den Rahmenbetriebsplan findet die Öffentlichkeitsbeteiligung voraussichtlich im zweiten oder dritten Quartal 2020 statt.

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