Hospizbewegung Dülmen lädt ein

Palliatives Netzwerk im Kreis bei Spaziergang kennenlernen

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Josef Wilkes (von links), Bernhard Suttrup, Monika Dreike, Walburga Fuchs, Christel Büscher und Ralf Koritko vom Arbeitskreis Öffentlichkeit der Ambulanten Hospizbewegung Dülmen laden am 25. September zu einem gemeinsamen Spaziergang ein.

Dülmen. Keiner möchte es, aber viele müssen sich früher oder später die Frage stellen: Was ist wenn ich, oder ein Angehöriger sterben wird? Oft kommt der Gedanke erst, wenn der akute Fall eingetroffen ist und einen die Ratlosigkeit übermannt. Dabei gibt es Orte, an denen Hilfe und Unterstützung angeboten werden, in einer Zeit, die für viele Menschen wohl am schwersten ist.

An dieser Stelle möchte die Ambulante Hospizbewegung Dülmen bereits im Vorfeld eines solchen Schicksalsschlages Orientierung bieten – in Form eines palliativen Spaziergangs am 25. September von 15 bis 17 Uhr. „Dabei richtet sich das geplante Angebot an Menschen, die nicht unbedingt betroffen sein müssen, sondern sich über Möglichkeiten informieren möchten“, äußert sich Ralf Koritko vom Arbeitskreis Öffentlichkeit der Hospizbewegung Dülmen. „Es handelt sich bei dem Angebot um einen richtigen Spaziergang. Das heißt, dass sich zu Fuß bewegt werden soll“, bittet er um Verständnis, dass Personen mit Rollatoren oder Gehbehinderungen nicht teilnehmen können. Als Grund dafür nennt er die geringe Zeit, die für den Weg zwischen den vier Stationen liegt.

Startpunkt ist der Hospiz-Treff, von dort aus geht es zum Palliativmedizinischer Konsiliardienst, zur Palliativstation der Christopherus-Kliniken und anschließend zum Hospiz Anna Katharina. „Sie alle sind Teil des Palliativnetzes im Kreis Coesfeld und bilden gerade einmal einen Ausschnitt des ganzen Systems“, verrät Koritko. „Es gibt kaum einen Kreis, der im palliativen Bereich so gut vernetzt ist, wie wir“, ergänzt Josef Wilkes, der ebenfalls Mitglied im Arbeitskreis ist.

Bei dem Spaziergang handelt es sich um ein Pilotprojekt. „Wir haben das schon in anderen Kreisen gesehen und wollen schauen, wie die Resonanz hier ist“, hofft Koritko auf Zuspruch der Öffentlichkeit. „Sollte es gut ankommen, werden wir die Aktion eventuell im nächsten Jahr mit anderen Stationen innerhalb des Palliativkreises wiederholen.“

Interessierte können sich zu den Öffnungszeiten des Hospiz-Treffs vor Ort, bei Dülmen Marketing oder per E-Mail an palliativ-spazieren@hospizbewegung-duelmen.de anmelden. „Auch einen Zettel in den Briefkasten zu werfen, wäre eine Möglichkeit.“ Auf Anmeldungen per Telefon wird dabei verzichtet, da die 24-Stunden-Hotline für Notfälle frei bleiben soll. Die Teilnahme ist kostenlos.

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