Noch 16 Plätze für Amelandlager in diesem Jahr frei 

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„Das Ameland-Mädchenlager ist super! Wir möchten, dass es damit weitergeht.“: Lagerleitung, Gruppenleiter, mitfahrende Mädchen und Küchen- und Aktionsteammitglieder werben für die jetzt startende Spendensammelaktion und kurzentschlossene Anmeldungen.

Dülmen. Seit 1965 bereits fahren Mädchen aus Dülmen zum Sommerferienlager auf die niederländische Nordseeinsel Ameland, und bei hunderten Familien in Dülmen hat dieses Lager einen guten Klang. „Ein Kulturgut“, wie St.-Viktor-Pfarrer Markus Trautmann sagt.

Nicht nur er aber sieht den Fortbestand der über 50-jährigen Tradition in Gefahr. Denn statt 60 Kinder wie bisher fahren in diesem Jahr nach aktuellem Stand nur 44 Mädchen mit.

Hintergrund ist die zeitliche Verschiebung der Lagerfreizeit innerhalb der Sommerferien: „Bis einschließlich vergangenes Jahr waren wir traditionell in den ersten beiden Ferienwochen auf Ameland. Unsere bisherige langjährige Bleibe, das ,Kraaiennest’, ist aber abgerissen worden, so dass wir eine neue Unterkunft suchen mussten. Mit ,de Molenwiek’ haben wir quasi in der Nachbarschaft eine tolle neue Anlage gefunden. Aber dort waren die ersten beiden und letzten beiden Wochen der Sommerferien bereits belegt, so dass für uns nur noch die dritte und vierte Woche frei war“, erläutern die Lagerleiterinnen Lisa Ruffer, Carlotta Pape und Ilka Niklasch. „In vielen Familien passt das Ferienlager mitten in den Ferien aber wohl nicht in die Ferienplanung“, vermuten sie. Auch der Umstand, dass nun das Zeltlager der Jungen und das Insellager der Mädchen nicht mehr parallel stattfinden, senkt wohl die Attraktivität des Amelandlagers.

„Am tollsten wäre, wenn sich jetzt noch kurzfristig 16 Mädchen anmelden“, sagt Thomas „Urcle“ Dobelke, der als Mitglied des „Aktionsteams“ beim Amelandlager in Sachen Logistik und Eventakteur mitmacht. Quasi noch bis tags vor der Fahrt sind Anmeldungen möglich.

Gleichzeitig starten Kirchengemeinde und Lagerteam eine Spendensammlung. Handzettel mit dem Motto „Hand in Hand für Ameland“ sollen ausgelegt und an Gottesdienstbesucher verteilt werden. Zitate, wie besonders, wertvoll und eindrucksvoll für die Kinder die Amelandlager sind, sind dort aufgeführt. Und auch die IBAN (DE82 4015 4530 0091 5113 86) des Kontos, auf die unterm Verwendungszweck „Spenden für Ameland“ steuerlich absetzbare Spenden eingezahlt werden können. Denn durch die 16 unbesetzten Lagerplätze reduziert sich das Lagerbudget um 25 Prozent. Da Fixkosten wie etwa Busfahrt und Miete unabhängig von der Zahl der teilnehmenden Kinder anfallen, müssten im Zweifel Aktionen vor Ort gestrichen werden. „Das wollen wir mit der Spendenaktion verhindern“, so Markus Trautmann, der betont, dass das Lager 2018 auf alle Fälle stattfindet. Um die Lagerfreizeiten St. Joseph auf Dauer finanziell zu sichern, regt er die Gründung eines Fördervereins an. Seine Befürchtung: „Wenn einmal ein Lager nicht stattfindet, wird es kaum mehr möglich sein, es wieder neu ins Leben zu rufen. Das wäre ein großer Verlust für ganz viele Familien.“

Zum Thema Amelandlager 2018:

Das Lager auf Ameland für Mädchen zwischen 9 und 16 Jahren findet in diesem Jahr vom 28. Juli bis 11. August statt. Der Teilnehmerbeitrag beträgt 335 Euro (zuzüglich Taschengeld). Strandbesuche, Lagerfeuer am Strand, Traktorfahrt, Stadtspiele, Sportangebote, Geländespiele, Abendshows, Beauty-Tage, Party und einiges mehr machen die beiden Wochen zu einem regelrechten Abenteuer für die Mädchen. Die Betreuung erfolgt durch intensiv geschulte Gruppen- und Lagerleiter. – Weitere Infos unter www.ferienfreizeiten-duelmen.de/maedchenlager und www.molenwiek-ameland.nl.

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