Neues Sozialprojekt, bekannte Abläufe: AVD unterstützt Lichtstrahl Uganda e.V.

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Heike Rath (Mitte) von der Hilfsorganisation Lichtstrahl Uganda stellte den Schülern des AVDs ihre Projekte vor. Das Sozialprojekt wird von Christian Stock (links) betreut.

Dülmen. Unter Applaus der Schülerschaft endete die Präsentation von Heike Rath von dem Münsteraner Verein „Lichstrahl Uganda e.V“. Zuvor hörten die Schüler des Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasiums (AvD) circa eine Stunde gespannt zu. „Es war wirklich schön zu sehen, dass die Schüler auf viele Fragen die richtige Antwort hatten“, freut sich Rath. Sie ging während der Präsentation durch die Reihen und ließ die Schüler aktiv teilnehmen.

Aktiv teilnehmen sollen sie in Zukunft nämlich auch, denn das neue Sozialprojekt der Schule lebt von der Bereitschaft der Schüler. „Allein mit 50 Cent pro Schüler im Monat könnten Summen realisiert werden, die den acht Patenkindern in Uganda die Schule und Gesundheit ermöglichen“, sagte die 49-jährige Krankenschwester.

Bereits 4000 Euro flossen von der Schule in das HIV-Projekt des Vereins. „Rund 15 Prozent der Menschen in Uganda sind infiziert. Nicht nur die Medikamente dagegen sind teuer, auch die Nahrungsmittel, die für eine Behandlung zwingend notwendig sind, müssen bezahlt werden“, erklärt Rath, wofür die Spenden genutzt werden. „Des weiteren ermöglichen wir den Kindern vor Ort, zur Schule zu gehen. Das ist ein echtes Privileg.“

Christian Stock, Lehrer und Betreuer des neuen Sozialprojekts an der Schule, entschied sich bewusst für die Hilfsorganisation: „Heike fliegt regelmäßig nach Uganda und beobachtet die Entwicklung und die Fortschritte. Als staatlich-unabhängige Organisation weiß sie ganz genau, wo das Geld hinfließt.“ Und das konnten die Schüler anhand der Präsentation sehr gut nachvollziehen. Von der Behandlung von 13000 Patienten auf der Medizinstation über die Errichtung von Schulen bis hin zur Betreuung von Familien in den Dörfern – Heike Rath hat vor Ort alles gesehen. „Und genau diese regelmäßige Kontrolle, dass die Gelder sinnvoll genutzt werden und dort ankommen, wo sie benötigt werden, überzeugte den Lehrer-, Eltern und Schülerrat, die Arbeit mit diesem Projekt fortzusetzen“, so Stock.

Zuvor hatte die Schule schon rund 15 Jahre mit der Indonesien-Hilfe zusammengearbeitet. „Wir mussten die Kooperation einstellen, da die Gründerin und direkte Ansprechpartnerin Rita Prochnow-Borig aus gesundheitlichen Gründen das Projekt nicht in ihrer gewünschten Form weiterführen konnte“, erklärt der frisch vermählte Lehrer. 54000 Euro sind in dieser Zeit für die Indonesienhilfe zusammengekommen. „Daran wollen wir natürlich anknüpfen.“

Ganz unter dem Motto der Schule „Sozial Stark – Fachlich Fit“ möchte die Schule sich weiterhin sozial engagieren und plant neben der monatlichen Spende weitere Aktionen. „Wie auch bei der Indonesienhilfe werden die fünften Klassen in diesem Jahr auch wieder für den guten Zweck Seilchen springen“, will Stock die Tradition fortsetzen. Unter dem Namen „Springen für Uganda“ springen die jungen Schüler und sammeln mit der jeweiligen Anzahl ihrer Sprünge Geld für die Organisation. „Ansonsten können die Kinder auch selbst aktiv werden. Beispielsweise gab es in der Vergangenheit Sammelaktionen zu Weihnachten oder eine Kollekte des Abiturjahrgangs“, so Stock. „Zum anstehenden Schuljubiläum könnte es auch ein Projekt geben, das sich mit dem Thema befasst und daraufhin eine Aktion plant.“

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