Nieströter spenden 13 Ziegen

Neue Partnerschaft besiegelt: Zwischen Kolping Dülmen und Kolping Katoosa in Uganda

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Im Medienzentrum von Radio Kiepenkerl und Streiflichter besiegelten Ria Dennig (vorne rechts), Teamleiterin der Kolpingsfamilie Dülmen, und Francis Mayombo eine Partnerschaft zwischen der Kolpingsfamilie Dülmen und der Kolpingsfamilie Katoosa, aus der Francis Mayombo stammt.

Dülmen. Seit Jahren schon unterstützt die Kolpingsfamilie Dülmen finanziell die Entwicklungsarbeit, die das Kolpingwerk-Diözesanverband Münster im Zuge einer jahrzehntelangen Partnerschaft mit dem Kolping-Landesverband Uganda in dem ostafrikanischen Nachbarland Kenias leistet. Ab jetzt gibt es zwischen der Kolpingsfamilie Dülmen und der Kolpingsfamilie Katoosa nun eine direkte Partnerschaft von Kolpingsfamilie zu Kolpingsfamilie. „Dadurch bekommt die Hilfe ein Gesicht“, sagte Ria Dennig vom Vorstandsteam der Kolpingsfamilie Dülmen.

Um diese Partnerschaft zu besiegeln, überreichte Ria Dennig am Montag eine Partnerschaftsurkunde an Francis Mayombo als Vertreter der Kolpingsfamilie Katoosa. Weil er zusätzlich Vorsitzender des Kolping-Landesverbands Uganda ist, weilt er zusammen mit Fred Wakisa, dem Sekretär des Kolping-Landesverbands Uganda, mehrere Tage in Dülmen, um am Wochenende an der 50-Jahr-Feier des Sozial- und Entwicklungsdienstes von Kolping International in Köln teilzunehmen. Betreut werden beide während dieser Tage von Helmut Tissen und Lukas Reddemann von der Kolpingsfamilie Buldern, die seit zwölf Jahren bereits eine Partnerschaft mit der Kolpingsfamilie Hoima in Uganda pflegt. Unter anderem besuchten die Gäste am Sonntag das Bulderner Erntedankfest und am Montag für einen halben Tag auch Dülmen.

Nach einem Mittagessen im Hospiz Anna Katharina, das Hospizleiter Martin Suschek vorstellte, ging es zur Heilig-Kreuz-Kirche mit Emmerick-Grab und Emmerick-Gedenkstätte. Dort gab Angela Pund vom Emmerick-Bund auf Englisch Erläuterungen zu Anna Katharina Emmerick. Weitere Station war die Privat-Kaffeerösterei Schröer in der Münsterstraße, wo Martina Regenit das Unternehmen vorstellte. Sie nahm die rohen Kaffeebohnen entgegen, die Francis Mayombo aus Katoosa mitgebracht hatte. Mehrere Familien bauen dort Kaffee an – vielleicht ergibt sich eine Geschäftspartnerschaft zwischen der Privatrösterei Schröer und den Kaffeeanbauern in Katoosa.

Francis Mayombo (rechts) besiegelte im Beisein von Fred Wakisa (links) mit Ria Dennig vom Vorstand der Kolpingsfamilie Dülmen eine Partnerschaft zwischen Kolping Dülmen und der Kolpingsfamilie in seinem Heimatort Katoosa.

Letzte Station in Dülmen war das Medienzentrum von Streiflichter und Radio Kiepenkerl. Anhand von an die Wand projizierten Fotos stellte Ria Dennig die Kolpingsfamilie Dülmen und ihre Tätigkeiten und Gruppen vor, und Nieströter-Vorsitzender Markus Brambrink gab Erläuterungen zu Akteuren und zum Vereinsleben der Nieströter. Höhepunkt waren schließlich die Besiegelung der Partnerschaft zwischen Kolping Dülmen und Kolping Katoosa – und die Überreichung von Hilfen zur Selbsthilfe. So erhielten die Kolpinger aus Uganda 20 Wasser-Handpumpen, mit denen ganz einfach Wasser, das dabei mikrogefiltert wird, aus Kanistern gepumpt werden kann. Für den Transport übergab Ria Dennig zusätzlich zur 700-Euro-Sachspende auch einen Koffer.

Die Delegation der Nieströter überreichte eine aus robuster Plane ausgeschnittene Silhouette einer Ziege – die Form der Jubiläumsziege aus dem Jahr 2005 –, versehen mit Kolping- und Nieströter-Logo.

Diese „Ziegenplane“ ist Symbol für die Finanzierung von 13 Ziegen für Familien in Katoosa. Möglich wurde dies durch die 830 Euro, die beim vereinsinternen Völkerballturnier Ende 2018, bei der Kollekte bei der Schützenmesse 2019 und durch Aufrundung durch den Ex-Thron zusammengekommen sind.

Die Hilfe durch die 13 gespendeten Ziegen verbessere die Lage der Familien vor Ort außerordentlich, dankte Francis Mayombo und stellte die Sozial- und Hilfsaktivitäten vor, die durch das Engagement von Kolping in Uganda möglich sind, ebenso auch seine 36-köpfige Kolpingsfamilie, die sich einmal im Monat privat trifft. Bananenanbau, Darlehensgewährung, Baumpflanzung, Kaffeeanbau, Schweine-, Bienen- und Ziegenhaltung, Regenwasser-Sammeln – überall wirkt die Hilfe von Kolping dort vor Ort.

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