Auflösung beschlossen

Nachbargemeinschaft „Ächtern Ossenstall“ ist Geschichte

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Bildeten bis zur Jahreshauptversammlung am 24. Januar, bei der die Auflösung des Vereins beschlossen wurde, den Vorstand der Nachbargemeinschaft „Ächtern Ossenstall“: von links Michael Brinkschulte, Ralph Hülsheger, Heinrich Krunke, Klaus Rüping, Sonja Fritzemeier, Daniel Schwieter, Heidrun Hülsheger, Tibor Koestel und Carina Dramm.

Dülmen. Seit mehreren Jahren kündigten die Vorstandsmitglieder an, nicht weiter im Vorstand arbeiten zu wollen. Als sich bei der Jahreshauptversammlung der Nachbargemeinschaft „Ächtern Ossenstall“ am 24. Januar niemand mit der Bereitschaft fand, Vorstandstätigkeiten zu übernehmen, beschlossen 48 der 53 anwesenden Mitglieder die Auflösung des Vereins.

Der 1953 gegründete Verein hatte mal bis zu 305 Mitglieder – jetzt zum Schluss waren es 158“, erklärt Ralph Hülsheger, von 2013 bis vorletzten Freitag Vorsitzender. Er brachte es auf 25 Jahre Vorstandserfahrung – wie auch die anderen Vorstandsmitglieder auf jeweils viele Jahre Vorstandsarbeit zurückblicken können. „Der Verein ist einfach überaltert – die Jugend kam einfach nicht nach“, hieß es am vergangenen Freitag, als sich der Ex-Vorstand noch einmal in der Gaststätte „An’n Koppelsteen“ traf, um die Abwicklung des Vereins vorzunehmen. 

Dagegen half auch nicht, als der Vorstand ein Info-Faltblatt zum Verein gestaltet hatte und dieses Infoblatt in die Briefkästen der neuen Häuser im Baugebiet der ehemaligen St.-Barbara-Kaserne steckte. „Die jungen Familien wollen vielleicht dort eine eigene Nachbarschaft bilden“, vermutete Ralph Hülsheger. Es sei auch immer schwieriger geworden, Teilnehmer fürs Sommerfest der Nachbargemeinschaft zu gewinnen – mit Mittagessen, Kaffeetrinken und unterhaltsamen Spielen und Ossenkoppschießen (mit Druckluft und Tennisbällen), zuletzt mehrere Jahre im Foliengewächshaus der Baumschulen Reckmann. Aber es gab auch Tagesfahrten zur Deutschen Arbeitsschutzausstellung in Dortmund und zu einem Falkner in Wesel. Der Rest des Kassenbestands werde nun an einen sozial-karitativen Zweck gehen, so die Vereins-Beschlusslage.

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