Eröffnung im Sommer geplant

Moderner Campingplatz „Naturpott Borkenberge“ am Flugplatz

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Geschäftsführer vom neuen Campingplatz „Naturpott Borkenberge“ ist seit Januar Thomas Fischer.

Seppenrade/Münsterland/Ruhrgebiet. Vor allem am Eingangsbereich sieht es noch wüst aus: Reste einer abgerissenen Holzfassade am künftigen neuen Verwaltungsgebäude, hinter dem provisorischen Bürogebäude auf der gegenüberliegenden Seite Schutt- und Steinberge, verteilt an mehreren Stellen noch alte Holzbretter. Aus dem ehemaligen namenlosen soll der neue Campingplatz „Naturpott Borkenberge“ am Flugplatz Borkenberge werden – ein Natur- und Kulturprojekt für Dauer- und Kurzzeit-Camper mit hohem Erholungswert.

„Die Eröffnung ist für den Sommer vorgesehen, doch das ist wetterabhängig. Großen Wert legen wir auf einen bequemen und schnellen Check-in, um die Freizeit in den Vordergrund zu stellen“, so Geschäftsführer Thomas Fischer. Mit seiner früheren Schulkollegin vom Dülmener Clemens-Brentano-Gymnasium Juliane Wernhard, die in Berlin als Public-Relations-Beraterin tätig ist, erstellte er 2017 ein Konzept.

Kosten für Großprojekt betragen fast eine Million Euro

Zuvor hatte er Ende 2016 von Carl Otto Graf von und zu Westerholt und Gysenberg eine Anfrage bekommen, ob er den neun Hektar großen Campingplatz pachten möchte.

„Nach einer reiflichen Überlegungsphase haben wir dann zugesagt, das Großprojekt intensiv geplant und um die Finanzierung gekämpft, denn schließlich wird es fast eine Million Euro kosten, was ja keine Pappenstiel ist“, erklärt der mehrjährig erfahrene Kaufmann für Freizeit und Tourismus.

„Mit dem Duschhaus haben wir im März 2018 als erste Baumaßnahme begonnen und es nach drei Monaten fertiggestellt. Barrierefrei und höchsten Ansprüchen entsprechend besitzt es auch jeweils eine Kinderbrause für Mädchen und Jungen.“

Schon äußerlich verspricht dieses Duschhäuschen ein schönes Inneres. Und dieser erste Eindruck täuscht nicht: Holz- und Fliesen in blitzsauberen Räumen, das einen Vergleich mit Hotel-Sanitäranlagen nicht zu scheuen braucht.

Etwa 150 Tonnen Bauschutt beseitigt

„Momentan erneuern wir den Eingangsbereich. Der alte Holzanbau musste weg, auch jedes Einzelhäuschen aus Holz, um eine klare Linie hineinzubringen und zu naturalisieren.“ Berge an Schutt fielen schon an, wie er berichtet: „Etwa 150 Tonnen Bauschutt und 900 Kubikmeter Holz wurden für den Rückbau bereits beseitigt.“

Dieser alte ehemalige Trafoturm wird aus nostalgischen Gründen noch überarbeitet.

So können sich voraussichtlich in einigen Monaten erholungsbedürftige Menschen nicht nur aus dem Münsterland und Ruhrgebiet auf einen attraktiven und neuartigen Campingplatz freuen, der wohl seinesgleichen sucht: „Die Gäste hier sollen ein Gefühl von Natur und Industriekultur haben, sich wohlfühlen.“

Großzügige Stell- und angenehme Zeltplätze, ein Naturbad sowie ein „Zechenspielplatz“ mit einem kindgemäßen Kohleförderturm sind für den „Naturpott Borkenberge“ vorgesehen und sollen den Besuchern in bester Erinnerung bleiben.

22.500 Übernachtungen angestrebt

„Bisher waren nur Jahrescamper hier. 130 Plätze sind belegt, 40 bis 50 weitere sind noch belegbar, und 80 Plätze für Wochenendcamper stehen dann zur Verfügung“, nennt Thomas Fischer weitere Fakten. „Für 2020 streben wir 22.500 Übernachtungen an.“ Die Campinggebühren sollen bei 30 bis 35 Euro pro Nacht liegen, die Jahresgebühr für Dauercamper beträgt zur Zeit 1.200 Euro.

Der Name „Naturpott“ sei ihm letztlich eingefallen als Verknüpfung der Natur in dem herrlichen Gebiet der Borkenberge und dem angrenzenden Ruhrgebiet, auch „Ruhrpott“ genannt. „Denn 90 Prozent der Kundschaft erwarten wir aus dem Ruhrgebiet, überwiegend Familien. Wir wollen anders sein und unseren Gästen eine möglichst entspannte Zeit bereiten.“

Für weitere Informationen steht Thomas Fischer persönlich unter der E-Mail-Adresse thomas@naturpott-borkenberge.de zur Verfügung. Weitere umfassende Infos gibt es auch im lustigen Ruhrgebietsdeutsch mit Fotos auf der Internetseite: www.naturpott-borkenberge.de.

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