Schauspieler aus Dülmen mit „Wir lieben und wissen nichts“

Makke Schneider spielt in Münster

Makke Schneider aus Dülmen spielt ab 13. Februar am Wolfgang-Borchert-Theater in Münster.

Münster/Dülmen. Makke Schneider (www. makkeschneider.de), der am Dülmener Clemens-Brentano-Gymnasium Abitur gemacht hat, ist ab Donnerstag, 13. Februar, im Wolfgang-Borchert-Theater in Münster in einem neuen Stück zu erleben, das bis Juli zwei bis drei Mal im Monat gespielt wird. Titel: „Wir lieben und wissen nichts“ von Moritz Rinke.

„Ein tolles Stück und eine geile Rolle! Sehr heutig! Nicht etwa, dass wir alle nackt auf der Bühne sind“, schmunzelt Makke Schneider, „ich meine die Thematik, einfach so aus unserer Zeit mit unseren Sorgen und Nöten, die die einen oder anderen haben.“

Konkret geht es geht um zwei Pärchen, die berufsbedingt einen Wohnungstausch machen. „Und wie das immer so ist, kommt dabei vieles hoch, was so in uns schlummert. Ist auch wirklich witzig zwischendurch!“

Die beiden Paare sind um die 40 und haben vier Lebensentwürfe: Hannah gibt Atemkurse für gestresste Bankmanager und plant ihr Kind mit einer Fruchtbarkeits-App. Ihr Freund Sebastian, erfolgsloser Kulturhistoriker und Schriftsteller, würde lieber in seinem „Bewusstseinszimmer“ bleiben, statt erneut mit ihr umzuziehen. Ihm unversöhnlich steht Roman gegenüber, der Computerfreak, der Satelliten baut, um die Menschen noch mehr miteinander zu vernetzen. Seine Frau Magdalena, Tier-Physiotherapeutin, reist ihm aus Liebe hinterher und bügelt gern seine Hemden . . .

Die Schlüsselübergabe gerät zum Drama: Weltanschauungen und Beziehungskonzepte prallen aufeinander. In Gesprächen über Internetsex, Cellulite-Vorsorge und die Leistungskraft von Entsaftern brechen plötzlich Grundsatzdebatten hervor, es wird heftig geflirtet und am Ende fällt sogar ein Schuss.

Es ist ein schonungsloser Blick auf die Liebe und ihre Irrwege im 21. Jahrhundert. „Alles ist miteinander vernetzt, aber die Entfernungen zwischen den Menschen werden immer größer.“

SL-Ausgabe vom 29.1.2014

​Von Reimund Menninghaus

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare