Leben und Werk von Robert Gernhardt

Literarisch-musikalischer Nachmittag mit Bernd Vogt und Patrick Gremme

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Thomas Reher (VR-Bank Westmünsterland), Dr. Wolfgang Werner (Vorsitzender Förderverein für Kunst und Kultur in der Stadt Dülmen e.V.) sowie die Akteure des Literarisch-musikalischen Abends über Robert Gernhardt am 15. März Bernd Vogt und Patrick Gremme (von links) bei der Vorstellung des Programms.

Dülmen. Der Förderverein für Kunst und Kultur in der Stadt Dülmen e.V. (FKK) lädt zu Sonntag, 15. März, Beginn 17 Uhr, in die Aula des Schulzentrums Dülmen zum inzwischen zehnten literarisch-musikalischen Nachmittag ein. Diesmal im Fokus: Leben und Werk von Robert Gernhardt.

Nach der Würdigung bekannter Dichter und Schriftsteller in den vergangenen Jahren – wie Goethe, Erich Kästner oder beispielsweise Wilhelm Busch – thematisiert der Verein dieses Jahr in anderthalb Stunden mit Leben und Werk des Satirikers Robert Gernhardt einen für viele nicht so bekannten Autoren – obwohl Robert Gernhardt „alle Drehbücher zu den vier Otto-Waalkes-Filmen geschrieben hat“, sagt Bernd Vogt, der auch diesmal für den literarischen und biographischen Teil des Nachmittags zuständig ist. Auch die großen Ausstellungen des gebürtigen Estländers Robert Gernhardt in Deutschland, Österreich und der Schweiz sind manch einem kein Begriff. 

Der Anspruch an die Programmfolge ist gesetzt: „Die Kunst muss zwei Dingen gerecht werden. Sie muss Erfreuliches und Nützliches vereinen“, wie Vogt weiter betont. Und hier hat Robert Gernhardt eine Menge zu bieten. „Er gehört zu den scharfsinnigsten und tiefgründigsten Autoren und Satirikern, die ich kenne“, so Bernd Vogt. Für eine Vertiefung der Eindrücke über das „Wahnsinnsleben“ des Karikaturisten, der auch für die „Titanic“ und fürs „Pardon“ arbeitete, sorgen die musikalischen Beiträge von Patrick Gremme, die ein breites Spektrum von Klassikern wie Schumann bis zu zeitgenössischer Musik wie den Rolling Stones umfasst. Mit dabei auch Stücke von Hermann van Veen, Reinhard Mey, Edvard Grieg und etwa auch Konstantin Wecker. Erstmals dabei im Einsatz: die Mundharmonika. Die Musik stehe parallel zur Lyrik, die ebenso vielfältig in allen Formen vertreten ist. 

Auch Bilder und Zeichnungen bereichern den Literarisch-musikalischen Nachmittag. „Gernhardt verdient hohen Respekt. Er ist so wahnsinnig klug, hat so viel Esprit – man kann viel von dem, was er geschrieben hat, als Lachen der Vernunft sehen“, so Bernd Vogt. Was das Nachzeichnen des Lebenslaufs von Robert Gernhardt betrifft, stand Bernd Vogt nach eigenen Worten vor einer Herausforderung. „Es gibt keinerlei Biographie zu Robert Gernhardt. “ Allerdings sei es verbrieft, dass Gernhardts letzte Worte vor seinem Tod im Fußball-Weltmeisterschaftsjahr 2006 folgende waren: „Nun werde ich nicht mehr erleben, wer Weltmeister wird“, wird der leidenschaftliche Fußballfan zitiert. Eintrittskarten für den Literarisch-musikalischen Nachmittag, bei dem die VR-Bank Westmünsterland als Sponsor in der Pause zu Sekt und Selters einlädt, sind für 8 Euro (ermäßigt 5 Euro) das Stück in der Alten Sparkasse (Münsterstraße 29) erhältlich.

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