Makke Schneider ist Schauspieler aus Leidenschaft

Lebt seinen Traum

Makke Schneider zog es vor Jahren aus beruflichen und privaten Gründen von Dülmen nach Köln.

Dülmen/Köln. In seinem Traumberuf zu arbeiten, bleibt für so manchen unerreichbar.

Makke (Markus) Schneider lebt ihn – seit mehr als einem Jahrzehnt. Als Schüler spielte der gebürtige Dülmener in der Theater des Clemens-Brentano-Gymnasiums. Hier machte er seine ersten Schritte auf der Bühne. Danach war es für ihn ein langer Weg zu seinem Studium an der Kunstuniversität Graz. Sein erstes festes Engagement hatte er am Wiener Burgtheater. Von 1999 bis 2000 spielte er den ersten Kadetten in dem Stück Cyrano von Bergerac (Edmond Rostand) unter der Regie von Sven-Eric Bechtolf. Danach folgten feste Engagements an den Bühnen Krefeld/Mönchengladbach, dem Stadttheater Bremerhaven und dem Schauspielhaus Graz. Im Jahre 2010 war damit Schluss. „Mir war eine Veränderung wichtig“, betont der 39-Jährige im Interview mit den Streiflichtern. Beruflich als auch privat hat es ihn nach Köln gezogen. „Es gibt so viele spannende Dinge auf der Welt“, spielt Makke Schneider auf die Facetten seines Berufes an. So steht er nicht nur auf der Bühne, wirkt in Filmen mit, sondern bildet seit 2011 als freier Dozent die Nachwuchsschauspieler aus. Mit festen Engagements sei ihm eine solche Tätigkeit nicht möglich gewesen. Seit drei Jahren gehört er auch zum Sprecher-Ensembles des WDR. „Über eine Bewerbung kam ich dorthin“, sagt Schneider. Dabei schwingt ein wenig Stolz in seiner Stimme mit. „Beim Sprechen fürs Fernsehen muss ich ganz genau sein“, sagt der ehemalige Dülmener. So war er schon als Sprecher für die WDR-Reisesendung „Wunderschön“ zu hören. Ein spezielles Sprachtraining musste er nicht machen. Den Grundstock hat er durch seine Ausbildung erfahren. Doch ein wenig selbstkritisch zu sein, schade nicht.

Zurzeit steht Makke Schneider beim Sommertheater der Burg Satzvey in Mechernich auf der Bühne. In dem Stück „Der Fluch der Piraten“ unter Regie von Olaf Sabelus ist er in der Rolle Blackbeard zu sehen. Die letzte Aufführung ist am Samstag, 24. August, um 15.30 Uhr. Für Makke Schneider ist das Freilichttheater eine ganz neue Erfahrung. Er habe zum ersten Mal draußen Theater gespielt. „Es macht Spaß“, sagt Schneider. Dennoch fühle er sich wohler, wenn er im Haus spielt. Ab September tritt er beim Stück „Natan der Weise“ im Theater Bauturm in Köln auf. Darüber hinaus spielt er mit dem Krimiensembles „Mausetot“ der Springmaus.

Langweilig wird es um Makke Schneider nicht. Immer am Ball zu bleiben, sei für Schauspieler schwer. Ihm sei es gelungen.

Streiflichter-Ausgabe vom 21.8.2013

Von Yvonne Reher

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