Konzert-Highlights im Abschiedsgottesdienst von Kantor Thomas Drees am 30. Juni

Thomas Drees Abschiedskonzert St. Joseph
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Kantor Thomas Drees dirigiert am 30. Juni einen 90-köpfigen Chor.

Dülmen. „Das wird ein emotionaler Tag für mich werden“, sagt Thomas Drees mit Blick auf den 30. Juni. In der 18 Uhr beginnenden Samstagabendmesse in St. Joseph wird er feierlich als Kantor verabschiedet – unter Beteiligung von 90 Sängerinnen und Sängern der Kantorei. „Der Gemischte Chor und der Jugendchor werden dann Highlights aus Konzerten der vergangenen 20 Jahre singen“, so Thomas Drees. Nach der Messe ist Begegnung im Pfarrheim.

Damit endet Thomas Drees’ Zeit als Kantor in Dülmen. 1998 startete er in der Gemeinde St. Joseph und folgte dem heute noch als Organist tätigen Heinz Walgenbach. „Er hatte die Kirchenmusik in St. Joseph aufgebaut“, so Thomas Drees. „Der Kirchenchor hatte 1998 zuletzt 35 Mitglieder, zuvor gab es einen Instrumentalkreis, einen Kinderchor und auch einen Jugendchor. Darauf habe ich dann aufgebaut.“ Aktuell gibt es in der Kantorei den Gemischten Chor, den Jugendchor und den Kinderchor St.-Joseph-Lerchen. Die Gesamtzahl der Mitglieder: fast 200. „Wir waren und sind eine große Familie, und alle zogen und ziehen an einem Strang – in den vielen Gottesdiensten und abwechslungsreichen Konzerten. Besonders toll das Engagement auch des Elternteams des Kinder- und Jugenchores, allen voran Ruth Bünder, die mir die ganzen 20 Jahre als Geschäftsführerin und Managerin des Chores zur Seite stand. Und die Unterstützung von Matthias Schütz an der Orgel und am Klavier und als Arrangeur von vielen Stücken. Nicht zu vergessen das Vorstandsteam des Gemischten Chores der Kantorei, das unheimlich viel organisiert hat“, so der 51-Jährige. Aus seiner anfänglichen 75-Prozent-Kantoren-Stelle wurde im Zuge der Seelsorgeeinheit mit St. Antonius Merfeld ein ganze Stelle; auch in Merfeld übernahm Thomas Drees die Leitung der Chorarbeit.

Im Zuge der Gemeindefusion wurde Thomas Drees Koordinierender Kirchenmusiker der Viktor-Großgemeinde. „Das war manchmal nicht einfach, die Orgeldienste am Wochenende und in der Woche alle zu besetzen“, resümiert der verheiratete Vater einer siebenjährigen Tochter, der in Appelhülsen neu gebaut hat.

Sein Wechsel nach Haltern in die fusionierte Gemeinde St. Sixtus mit zehn Kirchenstandorten – „für mich ist es eine Herausforderung und eine Chance, noch einmal etwas Neues anzufangen“, blickt Thomas Drees nach vorne. Er wird dann auch Orgeldienste am Wochenende haben – in der Woche kann er sich auf den Aufbau der Chorarbeit konzentrieren. „Bislang gibt es einen Kirchenchor. Mein Projekt ist es jetzt, daraus mehr zu machen – so etwas wie eine Domsingschule.“ Nach diesem Prinzip funktioniert auch bis dato die Kantorei St. Joseph in Dülmen. Alle Generationen unter einem Dach.

Für die Gründung eines Kinderchors „war ich auch schon in Grundschulen in Haltern zum Klinkenputzen“, berichtet Thomas Drees.

Bei diesem Projekt kann er auf die Unterstützung der beiden jungen Geistlichen der Großgemeinde St. Sixtus bauen. „Beide waren Studentenpfarrer in Münster. Schon beim Vorstellungsgespräch sprang beiderseits der Funke über“, so Thomas Drees, dem sein Abschied von Dülmen freilich auch Wehmut bereitet: „Die Ordensschwestern im Maria-Ludwig-Stift haben mir zum Abschied ein Ständchen gesungen und ein Geschenk gemacht. Das Orgelbuch mit Widmungen ist für mich eine schöne Erinnerung. Und die katholische Frauengemeinschaft in St. Joseph hat bei der letzten kfd-Messe individuelle Fürbitten für mich gesprochen und mir mit einem Teller voll mit Merci-Schokolade und Wünschen auf Zetteln ihren Dank zum Ausdruck gebracht. Da hat man schon einen Kloß im Hals.“

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