Vorverkauf startet

KLJB probt eifrig ihr Plattdeutsches Theater 

+
Bei den Leseproben lernen die Mitglieder der Katholischen Landjugend Bewegung ihren Text in den Räumen von Martin Heitmann (hinten links) im Dernekamp auswendig.

Dülmen. Mit viel Engagement und Spaß probt die Theatergruppe der Katholischen Landjugend Bewegung Dülmen ihr neues Stück „Kalverköppe“ (Kabbelköpfe) auf dem Hof von Martin Heitmann im Dernekamp. Seit Anfang Oktober üben die Laienschauspieler einmal die Woche ihr neues plattdeutsches Stück, das am 18. Januar des nächsten Jahres seine Premiere feiert. Die Vorbereitungen laufen aber schon seit dem Frühjahr.

„Wir müssen erstmal wissen, wie viele mitspielen wollen“, so Martin Heitmann von der KLJB. „Wir veranstalten auch kein Casting oder so. Jeder, der möchte, kann mitmachen.“ In diesem Jahr sind es zehn Schauspieler, die auf der Bühne stehen werden. Nils Laermann und Albert Fimpler sind zum ersten Mal dabei, aber auch „alte Hasen“ finden immer wieder ihren Weg zum Plattdeutschen Theater, das seit 1975 stattfindet. In einigen Familien ist es fast schon eine Art Tradition zumindest einmal mitgespielt zu haben.

Für die Auswahl des Stückes sind Marita Nagel, Karin Meiering und Heitmann zuständig. „Auch wenn die Geschmäcker verschieden sind, eines ist ganz wichtig. Wenn wir nach drei Seiten lesen noch nicht geschmunzelt haben, dann ist das Stück nichts für die KLJB.“ Dass das Stück im Original im niedersächsischen Platt geschrieben ist, bereitet keinerlei Probleme. Martin Heitmann, so etwas wie der Regisseur der Truppe, gibt bei den ersten Leseproben Tipps zur Aussprache des Plattdeutschen. „Mehr oder weniger können das ja alle von zu Hause aus. Aber hier und da helfe ich eben.“ Und so sehen dann auch die Skripte der Mitspieler aus. Jeder „übersetzt“ seinen Text in Lautschrift, damit die richtige Aussprache sitzt und die Besucher des Stücks sich über Münsterländer Platt freuen können.

Ab Januar auf der Bühne im AlexTagWerk

Bis Dezember muss der Text bei jedem sitzen, denn dann baut Heitmann auf seinem Hof eine Bühne auf der dann zweimal die Woche geprobt wird. „Natürlich sind es nicht nur die zehn, die bei solch einem Projekt helfen. Hinter den Kulissen gibt es noch viele weitere fleißige Hände“, freut sich Heitmann. Erst im Januar wechselt die Truppe dann auf die Bühne im AlexTagWerk (ehemaliges St.-Barbara-Haus), wo das Stück seine Premiere feiern wird.

Katastrophen vor der Hochzeit

In diesem Jahr wird die Truppe des plattdeutschen Theaters die Geschichte von Max Brakelmann und Lisa Tackmeier auf die Bühne bringen, deren Familien kurz vor der Hochzeit der beiden völlig durchzudrehen scheinen. Oma Brakelmann droht immer wieder mit ihrem Tod, wenn nicht alles so läuft wie sie möchte. Die Mütter haben für die Hochzeit das gleiche Kleid gekauft, und dann verkünden auch noch Lisas Eltern, dass sie nach der Hochzeit zum frischvermählten Paar ziehen wollen – die Katastrophe scheint vorprogrammiert zu sein. Ob Max und Lisa dennoch ihr Glück finden?

Natürlich sei es zeitlich sehr aufwendig ein solches Theaterstück auf die Beine zu stellen „da müssen die Familien schon viel Verständnis für aufbringen“ ist einhelliger Tenor beim Probeabend. Auf die Frage warum sie dennoch mitmachen, antwortet Jonas Bontrup: „Die Gruppe passt einfach.“ Und alle sind sich einig: „Ja, die Übungszeit ist anstrengend, aber wenn dann der erste Applaus kommt, dann sehen wir: Es hat sich gelohnt!“

Termine

18. Januar, 24. Januar, 25. Januar, 31. Januar und 1. Februar (jeweils um 19.30 Uhr) 19. Januar, 26. Januar und 2. Februar (jeweils um 15 Uhr). Vorverkauf ab 2. Dezember in der VR-Bank Westmünsterland am Westring oder an der Abendkasse AlexTagWerk, Eintritt 7 Euro.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare