50 Jahre auf der Bahn

Kegelclub „Blaue Jung’s“ kegelt 14-täglich im „Hülsenhof“

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Der Kegelclub „Blaue Jung’s“ schiebt seit 50 Jahren Kugeln auf der Bahn der Gaststätte „Zum Hülsenhof“. Im einzelnen bilden den Club (von links) Josef Schmitz, Franz Büscher, Klaus Gerle, Horst-Dieter Zimmermann, Ralf Schumann, Fritz Pelster, Heinrich Menker, Hartmut Renken und Hubert Hellenkamp (es fehlt auf dem Foto Paul Struffert).

Dülmen. Als der Club 1969 gegründet wurde, war er das jüngste Clubmitglied – nun ist Fritz Pelster mit seinen aktuell 78 Jahren der älteste Kegler im Kegelclub „Blaue Jung’s“, der ganz bewusst mit Apostroph geschrieben wird: „Jung’s ist die Abkürzung für Jungens. Das ,en’ lassen wir weg – daher der Apostroph“, erklärt Clubältester Fritz Pelster.

Warum aber „Jung’s“ und nicht „Jungens“? Auf jeden Fall hört es sich knackig an, wenn beim Rundenhochlebenlassen „Gut Holz“ und „Blaue Jung’s“ jeweils dreimal kräftig aus bis zu zehn Kehlen klingt. Und das alle 14 Tage, wenn der Club freitags abends auf der Kegelbahn vom „Hülsenhof“ versammelt ist, um dort zu kegeln. 

„In den Monaten, wo der ,Hülsehof’ geschlossen war, haben wir gebowlt und uns zum Stammtisch getroffen“, berichten die Kegler, die auch immer was zum Frotzeln haben: Rund die Hälfte ist Borussia-Dortmund-Fan, die andere Hälfte ist Schalke treu. „Kleine Sticheleien sind das Salz in der Suppe – das muss jeder haben können, freundlich und von vorn“, meint „Zeremonienmeister“ Heinrich Menker, der nicht zuletzt für die Berücksichtigung der Geburtstage – mit 60 Jahren ist übrigens Ralf Schumann der jüngste der Runde – und die Trinksprüche zuständig ist. 

Jedes Jahr steht eine Fahrt auf dem Plan – so ging’s beispielsweise dreimal nach Mallorca, aber auch Sambazug-Touren gab es. „Unser Sommerfest begehen wir jedes Jahr am letzten Samstag im Mai – bei Herzogswetter – mit einer Radtour, bei der auch unsere Frauen mit dabei sind“, berichtet der Club über sein Leben jenseits der Kegelbahn. 

Und dass der Jahresabschluss stets „bei unserem Starkoch, Schriftführer und Kassierer Hartmut“ Renken zu Hause mit „Grünkohl mit Pinkel“ über die Bühne geht. Der Club ist also ziemlich lebendig – was – wohlbemerkt – Ergebnis von Fusionen ist. So sind im Laufe der Jahre Mitglieder der Clubs „Wedeler Jungs“ und „Lot goahn“, die zum Kegeln zu klein geworden waren, zu den „Blauen Jung’s“ dazugestoßen.

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