Hermann-Leeser-Schule hatte Fachinformatiker in siebten Klassen zu Gast

Internet-Datenschutz und Cybermobbing wichtiges Thema

Dank der finanziellen Hilfe des Fördervereins der Hermann-Leeser-Schule – hier mittig Vorsitzende Svenja Terlau – konnte die Schule einen Klassensatz des Buchs „Geil, das peinliche Foto stellen wir online“ anschaffen, worüber sich auch Birgit Lorson (rechts), stellvertretende Schulleiterin, freut. IT-Berater und Datenschutzfachmann Jörg Schönwälder (links) unterstützte die Ziele der Schule durch Vorträge in den siebten Klassen der Schule.

Dülmen. In letzter Zeit hört man immer wieder von großen Problemen, die aufgrund von Cybermobbing in sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter auftreten.

Dagegen hilft nur ein vorsichtiger Umgang mit Daten und Aussagen im Internet und unter anderem die Nutzung beispielsweise langer und damit vergleichsweise sichererer Passwörter – wobei Roboter Passwörter mit vier Stellen in Millisekunden knacken können.

Das muss vor allen Dingen der Jugend klargemacht werden, dachten sich die Lehrer an der Hermann-Leeser-Realschule, die sich selbst jüngst in einer Fortbildung in dieser Sache fit machten – und dem Förderverein der Schule ist das Thema auch ein Anliegen. Er finanzierte das Buch „Geil, das peinliche Foto stellen wir online“, von dem 35 Exemplare bestellt wurden. Die Siebtklässler der Hermann-Leeser-Schule lesen und besprechen das Buch in absehbarer Zeit im Deutschunterricht.

„Das Thema erscheint uns ungemein wichtig, da man heutzutage beinahe überall mit diesem Problem konfrontiert wird und die Schüler sich zu helfen wissen sollten“, erklärt stellvertretende Schulleiterin Birgit Lorson dieses Vorgehen.

Vor diesem Hintergrund lud die Schule auch den Berufsverband der Datenschutzfachleute ein. IT-Berater und Datenschutzfachmann Jörg Schönwälder kam daraufhin für zwei Vormittage ehrenamtlich aus Soest an die Realschule, um den fünf siebten Klassen in jeweils zwei Schulstunden die Wichtigkeit des Datenschutzes klarzumachen und ihnen Möglichkeiten zu eröffnen, wie sie sich bei Cybermobbing am sinnvollsten verhalten – und das vor allem ohne Umschweife: „Bei Cybermobbing heißt es schnell zu handeln – Anzeige zu erstatten und Interneteintragungen zu löschen, sofern überhaupt möglich. Denn innerhalb von ein bis drei Tagen sind Internetinhalte von Suchdiensten erfasst – und dann in aller Welt verstreut, so dass Löschen nicht mehr möglich ist.“ Momentan überlegt die Schulleitung, diese Vorträge alljährlich bei den Sechstklässlern durchzuführen. „Das passt gut. Die Jugendlichen kennen die Medien und die Technik dann schon gut – und haben eher ein offenes Ohr für Warnungen als ältere Schüler“, so Schönwälder.

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