Gottesdienst und Feier für Lagerleiter zum Jubiläum

Integration im Lager zum 25. Mal gelebt: So kann dort ein normaler Tag aussehen

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Neben Spiel und Spaß steht Integration für sie im Fokus: Florian Peruchek (von links), Christiane Tenge, Anne Valtmann, Tim Wesemann, Lisa Scheffer, Vroni Pancock, Martina Wensing.

Dülmen. Ein Kind, das die Hand eines Kindes im Rollstuhl hält – das ist das Logo des integrativen Lagers der Heilig-Kreuz-Kirche in Dülmen. Dabei gibt es für die Betreuer des Lagers keine Unterschiede zwischen den einzelnen Kindern, die jedes Jahr immer wieder mitfahren, um für zwei Wochen viele schöne Momente zu erleben. „Alle haben einen Schlag weg – auch wir“, lacht Lagerbetreuerin Christiane Tenge. „Alle machen Blödsinn und alle haben ihre Stärken“, führt Lagerleiterin Lisa Scheffer fort.

In diesem Jahr war das integrative Lager zum 25. Mal unterwegs. Zur Feier des Jubiläums haben sich die Verantwortlichen zwei besondere Termine überlegt: Einen Gottesdienst mit anschließendem Waffelessen am Sonntag, 25. August, und einen „Revival-Tag“ im September für alle ehemaligen Lagerbetreuer. „Dort wollen wir einen ganzen Lagertag nacherleben. Wir beginnen mit einem Frühstück und beenden es mit einer Lagerparty“, verrät Scheffer. Wann diese zu Ende ist, wird dabei offen gelassen. Wie lang so ein Lagertag sein kann, das wissen die Betreuer nur zu gut.

Allein in diesem Jahr waren die zwei Wochen Lager vollgepackt mit Highlights. „Ich fand den Spieletag klasse, als die Kinder gegen uns angetreten sind – auch wenn wir als Betreuer oft das Nachsehen hatten“, schmunzelt Tim Wesemann. „Mir gefiel es, als wir den Kindern eine Bühne gegeben haben, auf der sie tanzen oder singen konnten“, ergänzt Florian Peruchek. „Der schönste Moment an diesem Tag war, als plötzlich drei Kinder aus dem Publikum ebenfalls auf die Bühne kamen und mittanzten.“

Verkleidete Betreuer bei „Dschungel“-Mottotagen

Ein alljähriges Highlight sind auch immer die Mottotage, die die Betreuer mit enormen Aufwand auf die Beine stellen. „In diesem Jahr war das Motto ,Dschungel‘. Der ganze Speisesaal war mit Blättern verziert, sodass es wie ein richtiger Urwald aussah“, erinnert sich Christiane Tenge. „Natürlich durften Tiere im Dschungel auch nicht fehlen.“ Also verkleideten sich die Betreuer stilgerecht. Dementsprechend wird es bei dem „Revival-Tag“ im und rund ums Pfarrheim der Heilig-Kreuz ein großes Aufgebot an verschiedenen Programmpunkten geben.

Knapp 40 Kinder sind jedes Jahr mit im Ferienlager

Dass der Zuspruch da ist, zeigt nicht nur, dass das Lager bereits zum 25. Mal stattfand, sondern auch, dass viele der Kinder immer wieder mitfahren. Von neun bis 14 Jahren haben sie die Möglichkeit teilzunehmen. Bis zu knapp 40 Kinder fahren jedes Jahr mit, um neben Spiel und Spaß auch Integration zu erleben. „Bei uns gibt es nur Gewinner“, betont die Lagerleiterin. „Jedes Kind kann irgendwas besonders gut. Das wollen wir in den zwei Wochen auch in den Mittelpunkt stellen.“

Der Appell an Eltern ist dabei klar: „Meldet eure Kinder an, egal welche Besonderheiten sie haben. Wichtig ist es nur, ehrlich zu sein.“ Besonders freuen würden sich die ehrenamtlichen Betreuer über einen Schwung neuer Jungs. „Letztes Jahr sind einige zu alt geworden“, nennt Scheffer den Grund dafür.

Wer sich näher informieren möchte, kann am 25. August zum Gottesdienst in die Heilig-Kreuz-Kirche kommen. Beginn ist um 11 Uhr.

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