Hündin Kimba inspirierte Laura Labudda zur Fotografie

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Laura Labudda aus Buldern wurde von Hundedame Kimba zum Fotografieren inspiriert

Buldern. Für Laura Labudda war die Golden-Retriever-Hündin Kimba viel mehr als eine pelzige Freundin. Für sie war die Hundedame, die leider vor wenigen Wochen im Alter von siebzehneinhalb Jahren verstarb, Wegbegleiterin, Stütze – und Inspiration für ihre größte Leidenschaft: die Fotografie.

Die enge Bindung wurde Laura und Kimba in die Wiege gelegt – im wahrsten Sinne des Wortes. Denn das Frauchen wurde am 14. Februar 1999 geboren, Kimba erblickte am 7. November 1999 das Licht der Welt und fand kurz darauf den Weg in die Familie Labudda. Fortan wuchs das Gespann Seite an Seite auf, wurde ein Herz und eine Seele.

Als Kimba am 28. Juli verstarb, brach für Laura die Welt zusammen. Das Alter und Krebs hatten bei der Hundelady ihren Tribut gefordert. „Ich vermisse sie wahnsinnig“, ist die 18-jährige Bulderanerin noch immer von Trauer erfüllt, aber: „Gleichzeitig weiß ich, dass sie nun keine Schmerzen mehr hat. Sie ist nun im Hundehimmel.“

Schnappschüsse von Laura Labudda

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge erinnert sich Laura heute an die vielen Tage, an denen Kimba ihr nicht von der Seite wich. Weiß, dass das Leben weitergehen muss. Die Erinnerungen werden vor allem durch Fotos wach gehalten. Professionelle Fotos, die Laura mit ihrer Spiegelreflexkamera selbst geschossen hat. Sie hat sich den Umgang mit ihrer umfangreichen Ausrüstung autodidaktisch angeeignet. „Zuerst hatte ich nur eine kleine Digitalkamera“, wie sie etwas schüchtern berichtet. „Doch irgendwann schaffte meine Mutter mir eine Systemkamera an und ich interessierte mich für die neuen Möglichkeiten, die sich damit für die Fotos ergaben.“ Laura „probierte rum“, wurde besser, schaffte sich schließlich eine Spiegelreflexkamera an und wurde noch besser. Sie erkannte die Wirkung von Blende und Brennweite und nutzte die Effekte, die sie mit veränderten Einstellungen erzielen kann. Mittlerweile trägt ihre Leidenschaft fürs Knipsen Früchte: Zum einen wurde aus Kimba ein kleiner Star im sozialen Netzwerk Instagram („goldi_kimba“ hat knapp 13 000 Follower) zum anderen hat sie mit „Laura’s Tierfotografie“ eine Plattform geschaffen, mit der sie (bisher ehrenamtlich) Hunde, Katzen, Pferde und sogar Enten ablichtet. Unter anderem hat Laura in den vergangenen Monaten Bilder für den Tierschutzverein Coesfeld Dülmen und Umgebung e.V. geschossen, um die Tiere zu vermitteln.

Mutter Nicole schiebt die gelungenen Schnappschüsse nicht nur auf „das gute Auge von Laura“, sondern in ihrer Tierliebe: „Ich finde es beeindruckend, wie Laura es immer schafft, die Tiere für sich zu gewinnen. Ihre ruhige Art färbt auf die Tiere ab.“

Aktuell ist Laura Labudda auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz, am liebsten im Bereich Fotografie: „Ich hatte leider einen Arbeitsunfall bei meiner bisherigen Ausbildung und kann nicht mehr als Malerin und Lackiererin arbeiten. Nun halte ich die Augen offen, ob ich einen passenden Posten finde.“ Viele der Schnappschüsse von Laura sind unter www.facebook.com/LauraLabudda08 zu finden.

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