20 Stunden Bauzeit

Hiddingsel feiert Schützenfest mit schönem Federvieh

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Bernd Brockmann (von links), Klaus Mollenhauer und Miriam Grothues stellen stolz ihr Werk vor. Sie sorgten in feinster Handarbeit für einen optisch schönen Vogel.

Hiddingsel. Drei Leute, eine Mission: Den Vogel für das kommende Schützenfest herrichten. Bernd Brockmann, Klaus Mollenhauer und Miriam Grothues heißen die Wirkenden, die sich dieser besonderen Aufgabe annahmen. Insgesamt spendeten sie um die 20 Stunden und das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Zunächst machte sich der Fernsterbauer Bernd Brockmann in reiner Handarbeit ans Werk und schuf aus neun Holzteilen (Rumpf, Hals, Schwanz, Zepter, Apfel, Krone, Füße und Flügel) einen Vogel. „Insgesamt habe ich dafür bestimmt zehn Stunden gebraucht“, verrät er. Seit 18 Jahren widmet er sich dieser Aufgabe. „Dadurch habe ich zwar mittlerweile mehr Routine, aber der Aufwand bleibt in etwa derselbe“, so Brockmann. Nach der Fertigstellung folgte noch eine Grundierung, bevor der Vogel zur Bemalung zu Miriam Grothues weiterwanderte. Diese setzte sich weitere acht bis zehn Stunden mit dem Federvieh auseinander. Mit viel Liebe zum Detail gestaltete Grothues einen Vogel der bei näherer Betrachtung zwei Besonderheiten auf den Flügeln aufweist: Einen Schützenfesthut und einen Offizierszylinder.

„Jedes Jahr denke ich mir passende Bilder aus, die zum Schützenfest passen. Das Wappen des Schützenvereins, die Fahne des Jägerzugs oder sogar einmal einen Fußball, als zeitgleich die Fußball-Weltmeisterschaft stattfand“, zeigt die Apothekerin ihre Kreativität. Das ist bereits ihr fünfter Vogel, den sie für den Schützenfest bemalt hat. „Eigentlich ist es viel zu schade, dass er am Sonntag zerschossen wird“, sind sich alle einig.

Im letzten Schritt bekommt Klaus Mollenhauer den Vogel, um ihm abschließend mit Eichenlaub zu schmücken. Seit acht Jahren ist er zuständig für das Grüne Gewand des Schießobjektes. Neben dieser Aufgabe trifft er sich gemeinsam mit seiner Arbeitsgruppe 1, um das Dorf festlich zu schmücken für das anstehende Schützenfestwochenende.

Wichtig für das Festwochenende ist der Fototermin am Samstag um 16 Uhr für den 1. und 2. Zug, weist der Schriftführer Michael Armeloh die Schützen nochmals hin, den Termin wahrzunehmen. Des Weiteren betont er, dass der freie Eintritt sich nur auf den Sonntag und den Montag beziehen. „Da gab es in der Vergangenheit Missverständnisse“, so Armeloh. Der Schriftführer ließ durchklingen, dass es neben neuen Krawatten eine Jubiläums-VoFi-Party am 26. Oktober geben soll. „Damit können sich die Leute den Termin schonmal im Kalender vormerken“, freut er sich bereits jetzt schon auf das anstehende 275-jährige Jubiläum im nächsten Jahr.

Festablauf:

Samstag, 29. Juni: 

16 Uhr: Treffen aller Schützengruppen zum großen Fototermin am Denkmal 

16.45 Uhr: Antreten am Kriegerehrenmal zum Gottesdienst 

ab 17 Uhr: Schützenmesse, Gefallenenehrung, Fahnenschlag, Königsparade 

20 Uhr: Ball mit den Tanzband NANU 

Sonntag, 30 Juni: 

13 Uhr: Antreten am Altenheim, Marsch zur Vogelstange, Königsschießen am Wido, Königsproklamation, Fahnenschlag und Verabschiedung der Offiziere 

20 Uhr: Polonaise durch das Dorf 

20.30 Uhr: Großer Festball mit der Tanzband Motion 

Montag, 1. Juli: 

9.30 Uhr: Antreten am Kriegerehrenmal, Abholen des Königs, traditionelles Frühshoppen im Festzelt 

ab ca. 13 Uhr: Tanz und Unterhaltung

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