„Du hast sie verdient!“: Dr. Wolfgang Werner erhält Kulturplakette

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Unter Applaus nahm Dr. Wolfgang Werner die Kulturplakette von Dülmens Bürgermeisterin Lisa Stremlau entgegen und präsentierte sie.

Dülmen. Eigentlich steht er nicht gern im Vordergrund – viel lieber entwickelt er Ideen, vernetzt Kulturakteure, organisiert und bringt Projekte auf den Weg, in die er sich meist maßgeblich einbringt. Am  Dienstagabend aber stand Dr. Wolfgang Werner im Jugendzentrum Neue Spinnerei im Mittelpunkt – Dülmens Bürgermeisterin Lisa Stremlau überreichte ihm die vom Rat der Stadt Dülmen zuerkannte Dülmener Kulturplakette. „Da musst Du jetzt durch“, sagte Stremlau dem 69-Jährigen – dem 50. Preisträger seit 1958.

Rund 120 geladene Gäste wurden dann Zeuge, wie Dr. Wolfgang Werner die Plakette zur Würdigung besonderer Verdienste um die Kultur in Dülmen mit sichtlicher Freude entgegen nahm. „Du bist ein sehr engagierter Mensch, kannst zuhören, bist kompromissfähig, sanft im Ton und doch klar in der Aussage, und noch nie habe ich erlebt, dass Du verletzend gegenüber anderen bist. Danke, dass Du mit Deiner Art, Deiner Kompetenz und Liebe zur Kultur in Bescheidenheit diese Stadt noch lebenswerter machst. Du hast die Ehrung verdient“, sagte Lisa Stremlau und nannte ein paar Wirkfelder des Geehrten – unter anderem Vorsitz beim Förderverein für Kunst und Kultur in der Stadt Dülmen, Initiatoren- und Sprecherschaft der Initiative KiD (Kulturschaffende in Dülmen), Kulturrucksack, Könzgenstraße – Straße der Kunst, Arbeitskreis Kulturhaus für Dülmen, Kulturkonferenz, Bendixpark, Kulturnacht.

Die eigentliche Laudatio war ein Film, in dem verschiedene Kulturakteure zu Wort kamen: Silke Althoff vom Kulturteam der Stadt; Klaus Jahn, Künstler und Vorsitzender des Kulturausschusses der Stadt; Dietmar Rabich, mit der Geehrte seit Jahren in einer Foto-AG wirkt; Sandra Feldhaus, Sozialarbeiterin in der „Neuen Spinnerei“; David Rauer, Künstler der Skulpturen im Bendixpark; Stadtbücherei-Leiterin Petra Toppmöller; „Straße der Kunst“-Mitakteur Norbert Schulz; Künstlerin Dr. Gaby Lepper-Mainzer; Achim Portmann vom Kulturteam der Stadt Dülmen.

Aus Dülmens Partnerstadt Charleville-Mézières war Francoise Philbert angereist. „Sie haben hier Wildpferde – wir Wildschweine“, sagte sie und übergab Wildschwein- und Schokolade-Spezialitäten an Wolfgang Werner, der in seiner Dankesrede auf die elf Jahre zurückblickte, in denen er sich seit Start seines Vorruhestands in der Kulturarbeit engagiert – nachdem er 31 Jahre in der chemischen Industrie tätig gewesen war. „Ich bin vielen zu Dank verpflichtet. Vor allem meiner Frau Regine“, sagte er und überreichte ihr Blumen – bevor er einen Wunsch äußerte: Dass der abgebaute Sparkassen-Brunnen künftig wieder einen würdigen Platz erhalte.

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