Große Geschäfte im Einkaufscenter am Overbergplatz öffnen Ende November

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Interessiert verfolgten die Viktor-Partner gestern Morgen in der Commerzbank die Vorträge von Viktor-GmbH-Geschäfsführer Dr. Hugo Schulze Hobbeling, Dülmen-Marketing-Geschäftsführer Tim Weyer und Concepta-Geschäftsführer Dr. Andreas Martin.

Dülmen. Dr. Andreas Martin kam mit einem dicken Kompliment: „Was Sie da als Kaufleuteschaft machen, ist ein ganz großes Pfund. Noch nie habe ich so eine aktive Händlerschaft in einer Stadt wie Dülmen erlebt – und ich kenne viele Städte“, sagte der Geschäftsführer der Concepta Projektentwicklung GmbH, die gegenwärtig auf dem Overbergplatz das Einkaufscenter mit insgesamt 4 000 Quadratmetern Verkaufsfläche errichtet. Auf Einladung der Dülmener Kaufleute-Vereinigung Viktor GmbH war er aus Düsseldorf gekommen, um beim Viktor-Partner-Treffen gestern Morgen in der Commerzbank zum Planungsstand in Sachen Stadtquartier Overbergplatz Auskunft zu geben.

Für Ende November, so Dr. Martin, ist die Eröffnung der großen Geschäfte in dem Center geplant – allen voran H&M. Auch die Tiefgarage mit 170 Stellplätzen (Stundenpreis 1 Euro), in die voraussichtlich ab 8 Uhr morgens und jedenfalls bis 22 Uhr abends eingefahren werden kann (Abholung auch später nachts möglich) werde pünktlich zum Weihnachtsgeschäft in Betrieb gehen. Im kommenden Jahr würden dann die weiteren Geschäfte eröffnet, so unter anderem auch das 1 600 Quadratmeter große Fitness-Studio. Es werde unter anderem auch ein Geschäft des Filialisten Jack & Jones kommen – mit junger Mode. „Das ist eine absolute Bereicherung für Dülmen“, so Dr. Martin.

Derzeit sei lediglich ein Ladenlokal von 200 Quadratmetern noch nicht vermietet – und auch rund die Hälfte der insgesamt 1 100 Quadratmeter Bürofläche seien bereits vermarktet. „Das ist schon ganz gut – es gibt ja keinen großen Büro-Mietmarkt in Dülmen.“

Gastronomisch werde die Mall mit „Mezzo Mar“ auf zwei Ebenen ein hochwertiges Restaurant mit italienischer Küche bekommen. „,Mezzo Mar’ gibt es schon in mehreren Städten – unter anderem in Lüdinghausen. Die können das – sie liefern gute Qualität“, so Dr. Andreas Martin. „Der Inhaber hat mir dieser Tage noch gesagt ,Der Laden in Dülmen wird unser schönster werden’.“ Auf die Frage, wie es die Concepta schaffen wolle, dass Kunden auch in die Innenstadt gehen, sagte er: „Wir haben ja längst nicht alle Sortimente, die man üblicherweise so braucht. Von daher wird auch die Innenstadt profitieren.“ So verfüge beispielsweise das Modehaus Ahlert über Sortimente, die es im Stadtquartier nicht gibt.

„Wir können mit Zuversicht in die Zukunft schauen“, sagte Viktor-Geschäftsführer Dr. Hugo Schulze Hobbeling, „auf dass wir künftig wieder mehr Kaufkraft in Dülmen halten.“ Marketingmäßig werde das Stadtquartier-Management mit der Viktor GmbH kooperieren.

Weitere Themen gestern Morgen war die von Anne Nitsche entworfende „Dülmen-Tüte“. Die umweltfreundlich aus ausrangierten PET-Flaschen hergestellte Tüte soll künftig für 2 Euro das Stück an die Kunden zur mehrmaligen Nutzung ausgegeben werden. Durch eine Umfrage bei den Dülmener Händlern werde die Nachfrage gesammelt, damit die Mindestabnahmemenge von 3 000 Stück erreicht werde.

Zudem würden die Händler befragt, ob sie eine Kunststoffbox haben möchten, in die Kunden 10 Cent pro erhaltene Plastiktüte spenden mögen – zugunsten der Flüchtlingskinder in Dülmen. „Wir hatten das damals bei uns im Geschäft – da kamen in einem halben Jahr 1 000 Euro zusammen“, so Schulze-Hobbeling.

Von Erfolgen berichtete auch Dülmen-Marketing-Geschäftsführer Tim Weyer. Wegen des enormen Zuspruchs des Spezialitätenmarkts am Samstag seien jetzt 20 Stehtische und Sonnenschirme angeschafft worden. Und: „Wir werden den Samstagsmarkt voraussichtlich weiter fortsetzen und 52 Mal im Jahr durchführen. Dann aber wohl von 10 bis 16 Uhr“, so Tim Weyer.

Wie es mit den verkaufsoffenen Sonntagen weitergehe – das werde sich auch ergeben daraus, wie in Düsseldorf zu dem Thema entschieden wird. „Denkbar wäre, dass wir auch am 3. Oktober, wenn beim Bürgertreff viele Leute in der Innenstadt sind, die Geschäfte öffnen dürfen, denn der 3. Oktober ist kein stiller Feiertag“, brachte Dr. Hugo Schulze Hobbeling eine neue Überlegung ins Gespräch. Auch wäre zu überlegen, ob man anstelle Late-Night-Shopping-Veranstaltungen verkaufsoffene Sonntage durchführe.

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