Graffiti-Projekt im Sportzentrum Süd

Geflüchtete Jugendliche gestalten Wandbild: Farbenfrohes Bekenntnis für mehr Miteinander

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Gemeinsam mit den Graffiti-Künstlern „Lackaffen“ und Mitarbeitern der städtischen Integrations-Abteilung gestalteten die sechs geflüchteten Jugendlichen das Wandbild.

Dülmen. „Eine Welt“ steht in heller, gelber Farbe auf blauem Hintergrund geschrieben – nicht nur in deutscher Sprache, sondern in zehn weiteren. Vervollständigt wird das Wandbild durch einen Basketballspieler, der eine Weltkugel im Korb versenkt. Fünf Stunden lang haben Jugendliche aus unterschiedlichen Nationen gemeinsam mit den Graffiti-Künstlern „Lackaffen“ aus Münster geplant, gezeichnet und schließlich die Sprühdosen kreisen gelassen. Das Ergebnis ist ein Bekenntnis für mehr Miteinander und ist nicht zu übersehen: Die ehemals graue Betonmauer des Basketballfeldes im Sportzentrum Süd ist zu einem „Hingucker“ geworden.

Das Graffiti-Projekt wurde von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus der Abteilung „Integration“ der Stadt initialisiert und mit sechs geflüchteten Jugendlichen im Alter von 13 bis 18 Jahren durchgeführt. Die Mädchen und Jungen kannten sich vor dem Projekt nicht. In zwei Vorbereitungstreffen stand das Kennenlernen und das gemeinsame Entwickeln von Ideen zunächst im Vordergrund. Gemeinsam mit den „Lackaffen“ wurde anschließend die Vorlage für das Wandbild entworfen und auf die Wand gesprüht. „Eine Welt“ ist jetzt in elf Sprachen zu lesen: deutsch, englisch, türkisch, russisch, italienisch, französisch, arabisch, kurdisch, persisch, polnisch und tigrinisch. „Die Jugendlichen haben die in Deutschland am meist gesprochenen Sprachen sowie ihre Muttersprachen auf der Wand verewigt. Das Motto ,Eine Welt‘ steht auch für die gelungene Integration von Geflüchteten. Die gewählten Farben blau und gelb spiegeln die Verbundenheit zum neuen Zuhause in Dülmen wieder“, erklärt Helena Nanni, Mitarbeiterin der Integrations-Abteilung der Stadt.

Die Aktion konnte durch Mittel des Wettbewerbs „Hand in Hand“ finanziert werden: Die Stadt hatte im vergangenen Jahr 25000 Euro Preisgeld für ihre erfolgreiche Integrationsarbeit erhalten. Bundesweit waren 21 Städte und Kreise ausgezeichnet worden. Weitere Aktionen und Projekte, wie die Gestaltung des Freizeitbereichs an der Unterkunft Letterhausstraße oder neue Spieltische im Sportzentrum Süd, sind bereits in Planung.

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