Flüchtlingsfamilie sucht dringend eine Wohnung

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Mit Blumen bedankten sich die Kinder bei den Flüchtlingspaten Uwe Gens (Zweiter von links), Günther Kamann-Heidtmann, Nina Kreienkamp (Dritter und Vierte hinten) und Rolf Schwendenmann (Zweiter von rechts) im Namen der Familie Alasaad für die Hilfe.

Dülmen. Als Flüchtlingspaten kümmern sich Nina Kreienkamp, Uwe Gens, Günther Kamann-Heidtmann und Rolf Schwendenmann im Team intensiv um die syrische Familie Alasaad.

Seit dem 17. November 2015 lebt die Familie in Dülmen auf dem ehemaligen Kasernengelände in der Letterhausstraße und hat in ihrer Heimat Schreckliches erlebt: Das Haus von Mazen Alasaad und seiner Ehefrau Haifa, die sechs Kinder im Alter von 3 bis 14 Jahren haben, wurde in Edlib nahe der türkischen Grenze im Zuge des Kriegs völlig zerstört.

Auf ihrer Flucht kamen sie am 1. April zunächst in die Türkei. Hier harrten sie unter menschenunwürdigen Bedingungen zunächst vier Monate aus. Am 20. August gelang ihnen auf dem Seeweg die Weiterreise nach Griechenland. Nach neun Tagen erreichten sie dann über Serbien, Ungarn und Österreich die deutsche Grenze.

Nach ihrer Einreise in Deutschland am 29. August blieben sie zunächst zwei Tage im siegerländischen Burbach. Dann erfolgte ihre Einweisung in das Erstaufnahmelager Münster-Gremmendorf, wo sie in einer Kaserne Unterkunft fanden. Zweieinhalb Monate später kamen sie schließlich nach Dülmen.

Hier lebt die achtköpfige Familie seitdem in einem einzigen, zwanzig Quadratmeter großen Zimmer in einem Gebäude der ehemaligen Kaserne. Sie wünscht sich sehnlichst, schnell ein eigene Wohnung zu finden. „Die jetzige Wohnsituation ist für die gesamte Familie mit einer hohen nervlichen Belastung verbunden“, erklärt Nina Kreienkamp. „Besonders die Eltern Haifa und Mazen leiden unter der Unterbringung, weil hier bis spät in die Nacht laute Musik im Flur ist. Beide haben häufig Kopfschmerzen. Sehr gerne möchten sie in Deutschland eine Zukunft aufbauen und gültige Ausweispapiere erhalten.“ Die älteren vier Kinder gingen zur Schule, „die beiden kleinen Mädchen besuchen bald einen Kindergarten und ihre Eltern lernen bereits intensiv Deutsch“, so Kreienkamp.

Die engagierte Flüchtlingspatin erklärt, dass die Stadt Dülmen sehr bemüht sei, der schwierigen Situation gerecht zu werden. „Und das nicht nur für die Familie Alasaad.“

Mazen Alasaad bedankte sich sehr herzlich für die großartige Unterstützung durch die Flüchtlingspaten und die Stadt Dülmen.

In Syrien besaß die Familie ein 250 Quadratmeter großes Wohnhaus. Erwerbsquelle war die Landwirtschaft mit Obst, Gemüse und Oliven. Jetzt würden sie sich über eine 4-Zimmer-Wohnung mit rund 100 bis 120 Quadratmetern sehr freuen. „Wer eine passende Wohnung oder ein Haus für die Familie zu vermieten hat, kontaktiere uns bitte über die E-Mail-Adresse Wohnung-Alasaad@gmx.de oder per Handy unter (0157) 31133037“, so Nina Kreienkamp.

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